Aktuelles

Ein Steckbrief - Karina Schönmaier

Geboren am 04.08.2005,

wohnt in Bremen,

turnt für den TuS Huchting und Blau Weiß Buchholz,

Lieblingsgerät: Stufenbarren.

Früh übt sich - getreu diesem Motto begann Karina bereits mit 4 Jahren ihre sportliche Laufbahn mit Tanzen. Nach einem Schnuppertraining bei den Gerätturnerinnen des TuS Huchting im Jahr 2010 begann ihre steile Turnkarriere.

Seit der AK7 wird sie im Landeskader geführt, zwischenzeitlich war sie zwei Jahre im Bundeskader. 2019 sowie gerade jetzt hat sie die Kaderpunkte nur haarscharf verpasst.

Zu den vielen Landestiteln reihen sich trotz ihres jungen Alters bereits viele Erfolge auf Bundesebene:

  • 2016 Siegerin im Bärchen Pokal,
  • 2019 6. Platz DJM und 2. am Sprung,
  • 2020 DJM, Mehrkampf AK 15 Deutsche Meisterin, 3. am Sprung, 2. am Boden, 1. am Balken.

Letzteres ist auch für Karina der bisher größte Erfolg.

Neben den sportlichen Herausforderungen ist für Karina, wie für die meisten Spitzenturnerinnen aus Niedersachsen, täglich Schule und Sport unter einen Hut zu bringen. Karina besucht zwar die Sportschule in Bremen, die ihr genügend Trainingszeit einräumt, nimmt aber dafür täglich eine Stunde Fahrzeit zur Schule und nach Hause in Kauf.

Als einzige AK15 Turnerin in Huchting muss sie die Disziplin behalten, um weiter nach oben zu schauen, da sie hier keine Konkurrenz bzw. Mitstreiterin hat, mit der sie sich im Training messen kann. Zum Training in Buchholz oder auch ins Leistungszentrum Hannover nimmt sie ebenfalls viel Fahrzeit in Kauf.

Für das nächste Jahr hat sich Karina hohe Ziele gesetzt:

Diesmal steht aber die Schule vorne an: der Schulstoff muss auf Vordermann gebracht werden. Trotz der aktuellen Einschränkungen möchte sie sich bestmöglich auf ihre ersten Deutschen Meisterschaften bei den Seniorinnen vorbereiten und auch den Bundeskaderstatus hat sie weiter im Blick.

So klar wie für das nächste Jahr sind die Planungen für die nächsten fünf Jahre noch nicht. Eines steht aber für Karina neben dem Turnen noch im Vordergrund: ein ordentlicher Schulabschluss. Dafür geht auch dann die verbleibende Freizeit drauf und wenn dann noch Zeit ist, schaut sie gerne Netflix oder unternimmt gerne was mit Freunden und Familie. Wie wichtig ihr ihre Familie ist beweist auch der bisher vermiedene Wechsel zu einem Bundesstützpunkt.


Karina Schönmaier wird Deutsche Jugendmeisterin

Ein Interview

Der Sturm um die frisch gebackene Deutsche Meisterin Karina Schönmaier hat sich gelegt. In einem Interview erzählen sie und ihre Trainerin Katharina Kort, wie sie den Wettkampf unter diesen besonderen Bedingungen erlebt haben.

NTB: Natürlich erstmal herzlichen Glückwunsch zu einem sensationellen Wettkampf. Was habt ihr gemacht, um trotz der diesjährigen Einschränkungen dermaßen gut vorbeireitet in diesen Wettkampf gehen zu können?

Katharina: „Karina hat erstmal eigenständig sehr viel Aufbautraining alleine, bzw. mit ihrer Mutter absolviert. Und wenn ich dann in der Halle war, haben wir an den Geräten trainiert. Karina besucht die Sportschule in Bremen und hat dreimal in der Woche vormittags Kadertraining. Das decke ich in der vereinseigenen Halle mit ihr zusammen ab. Am Nachmittag dann das normale Training in Huchting bzw. Buchholz.

NTB: Das sich das umfangreiche Training gelohnt hat, sah man an den vielen neuen Elemente in den Übungen.

Katharina dazu: „Am Barren hat sie nun wieder den Tkatchev drin, den hat sie schon mal vor einem Jahr geturnt.“ Karina: „Aber irgendwie lag er mir gar nicht.“ „Die Lösung: sie turnt ihn jetzt anders herum und dann soll der Pak direkt dran, um noch den D-D-Verbindungswert zu bekommen.“ „Am Balken ist der Seitwärtssalto neu und am Sprung turnte sie nun den Salto vorwärts gebückt.“

NTB: Und der neue Sprung katapultierte Karina in der Wertung von Anfang an nach vorne, quasi ein Start-Ziel-Sieg, denn sie führte bis auf eine Wertung die Tabelle vom ersten Gerät (Sprung) an. Wie war das für Karina, mit solchem Vorsprung in den Wettkampf zu starten?

Karina: „Wir haben das gar nicht so mitbekommen. Später im Wettkampf haben wir erst die Wertung gesehen und dass das der beste Sprung war.“

Katharina: „Die Anzeigetafel stand so weit weg, und die Abläufe waren so strukturiert, dass wir keine Zeit hatten, uns um Wertungen zu kümmern. Bis zum Schluss hatten wir das noch nicht ganz realisiert. Wir sind aus der Halle gegangen und haben immer noch gedacht, haben wir jetzt echt gewonnen?“

NTB: Karina, du hast den Titel für einen niedersächsischen Verein geholt, wohnst aber in Bremen. Schlagen da zwei Herzen in dir?

Karina: „Für mich ist es eigentlich egal, welcher Verein da steht, ich werde vom TuS Huchting und von Blau-Weiss Buchholz unterstützt.“ Katharina: „Ich bin bei beiden Vereinen als Trainerin tätig, von daher ist es egal. Vor den Corona-Maßnahmen hat Karina auch im niedersächsischen Leistungszentrum trainiert, von daher tritt sie auch gerne für den NTB im Wettkampf an. Der TuS Huchting als ihr Heimatverein hätte natürlich auch gerne die Publicity gehabt.“

Das Interview führte Katrin Hoffmann.

 


Erster Bundesligawettkampf nach 6monatiger Corona-Pause

TT Kiehn Group startet in Mannheim in der 2. Bundesliga

Unter strengen Auflagen wurde am 11. Oktober der zweite Wettkampftag der 2. Bundesliga Frauen in Mannheim durchgeführt. Die Staffel der acht Mannschaften wurde in zwei Wettkampfdurchgänge aufgeteilt, Zuschauer waren nicht zugelassen. Doch alleine waren wir dennoch nicht. Bereits auf dem Weg am Samstag nach Mannheim erreichten uns über Social Media Kanäle unsere Unterstützer und wünschten ihrer Mannschaft Glück und Zuversicht.

Sportdeutschland TV hatte zudem einen Livestream eingerichtet. Dieser wurde von Fans und Freunden intensiv genutzt. Das spornte unsere Mädchen an und machte ihnen Mut. Nach einer Wettkampfpause von sechs Monaten gingen wir als Team wieder selbstbewusst an die Geräte.

In Mannheim für das TurnTeam Kiehn Group Lüneburg-Buchholz am Start waren:
Mannschaftsführerin Lisa Unger, Karina Schönmaier, Mareen Jacobs, Kathi Richter (alle Blau-Weiss Buchholz), unsere Youngster Alina Schindler und Jasmin Fischer (TSV Ehmen und SC Langenhagen) und unser Neuzugang vom TSV Waging Sonja Fischer. Auf die Teilnahme unserer Freunde aus Kiew und Brno mussten wir in Corona-Zeiten leider verzichten.

Unser Einstiegsgerät war der Boden. Mareen Jacobs erhielt die schwere Aufgabe als erste Turnerin für uns in den Gesamtwettkampf zu starten. Sie meisterte diese Aufgabe hervorragend und stellte damit die Weichen. Mit einer Mannschaftswertung am Boden von 46,35 Punkten war unser Team das erfolgreichste in der zweiten Liga an diesem Gerät. Es turnten neben Mareen (10,95 Punkte), Lisa (10,70 Punkte), Karina 12,20 Punkte) und Sonja (12,50 Punkte). Am Sprung setzten wir unsere Erfolgsgeschichte fort: Kathi (11,60 Punkte), Mareen (12,15 Punkte), Karina (12,55 Punkte) und Sonja (12,85 Punkte) erzielten mit ihren Wertungen Platz 2 an diesem Gerät im Gesamtwettkampf. Der Barren ist leider schon traditionell unser Sorgenkind. Doch auch dort schlugen sich die Mädchen wacker und mit Platz vier im Gesamtklassement waren wir zufrieden. An unserem letzten Gerät, dem Schwebebalken verließ unsere Mädchen die Souveränität und sie zeigten Nerven. Unsere Balkenstarterinnen (Mareen, Jasmin, Karina und Sonja) verließen insgesamt sieben(!) Mal das Zittergerät und verloren damit wertvolle 7 Punkte.

Überglücklich waren wir am Ende aber dann doch. Zwar verhinderte unsere Balkendarbietung Platz zwei, aber auch Platz 3 im gesamten Starterfeld der 2. Bundesliga ist als großer Erfolg einzustufen!!!

An dieser Stelle möchten wir uns für die unglaubliche Unterstützung durch unsere Fans und Freunde bedanken. Uns haben so viele Glückwünsche nach dem Wettkampf erreicht! Das hat uns sehr beeindruckt.

Am 14. November werden wir in Dresden noch einmal alles geben.

Susanne Tidecks (TT Kiehn Group)


Ein Steckbrief - Anna Carolina Wolpers

Geboren am 15.12.2007,

wohnt in Neudorf-Platendorf im Landkreis Gifhorn,

turnt für den TSV Vordorf,

Lieblingsgerät: Balken.

Es begann im kleinen beschaulichen Neudorf-Platendorf, einem etwa 2.800 Einwohner zählenden Örtchen mit der längsten geraden Ortsdurchfahrt Niedersachsens. Hier begann Anna Carolina mit fast vier Jahren im heimischen Turn- und Sportverein beim Kinderturnen. 2015 nach ihrem Kreistitel ging dann alles schnell – Wechsel zum TSV Vordorf und damit fast einher ging es ins Leistungszentrum nach Hannover.

Zu ihren größten Erfolgen zählt Anna die Bronzemedaillen beim Pre Olympic Youth Cup 2019 und 2020. Über ihre Bundeskaderernennung berichteten wir bereits ausführlich.

Für Anna ist das Meistern des Tagesablaufes mit Schule und Training derzeit die größte Herausforderung. Das dürfte auch für die ganze Familie gelten, denn Anna besucht das Gymnasium in Gifhorn und pendelt täglich über eine Stunde zum Training nach Hannover-Badenstedt.

In einem Jahr möchte Anna ihren Bundeskaderstatus bestätigt haben und am besten eine Medaille bei den Deutschen Jugendmeisterschaften gewonnen haben. In fünf Jahren möchte sie Mitglied des Nationalteam sein.

Und falls dann neben Schule und 6mal wöchentlichem Training noch ein bisschen Zeit ist, verbringt sie diese mit ihren Freunden oder auf dem Trampolin im Garten. Ansonsten malt sie gerne und hört Musik.

Und so beschreiben ihre Teamkameradinnen Anna: nett, witzig, hilfsbereit und ehrgeizig.


Ein Steckbrief - Alina Heinemann

Geboren am 29.06.2002,

wohnt in Schulenrode im Landkreis Wolfenbüttel,

turnt für den MTV Jahn Schladen,

Lieblingsgerät: Balken.

Wie die meisten startete Alina ihre sportliche Karriere ganz klein beim Kinderturnen, im Nachbarort Destedt. Mit fünf Jahren ging es dann schon zum Gerätturnen und damit einher ging der erste Vereinswechsel ins nahegelegene Braunschweig, zum FC Rautheim.

Hier wurde der talentierten Sportlerin der Weg zur Turntalentschule des MTV Jahn Schladen gebahnt, 2010 folgte dann der Wechsel dorthin. Im nächsten Schritt: zusätzliches Training im Leistungszentrum Hannover-Badenstedt, wo sie seit 2013 ausschließlich trainiert und es zwischenzeitlich bis in den Bundeskader schaffte. Mittlerweile besucht die Landeskaderturnerin das Gymnasium Kleine Burg in Braunschweig und fährt, meistens per Mama-Taxi, manchmal auch per Zug, zum Training nach Hannover. Über eine Stunde ist sie dann pro Strecke unterwegs, oft genutzt für Hausaufgaben. Fahrgemeinschaften entlasten ab und an die Familie, die voll hinter dem aufwendigen Hobby der Töchter steht (Alinas kleine Schwester Sarah trainiert mittlerweile ebenfalls im Hannoverschen Leistungszentrum).

Seit diesem Sommer hat Alina mit dem Führerschein aber einen Schritt in Richtung Selbständigkeit geschafft und übernimmt dann auch mal das Taxi für die Mädels aus der Region.

Ihre größten Erfolge feierte Alina bei den Deutschen Jugendmeisterschaften: 2015 wurde sie 3. im Mehrkampf, Vizemeisterin am Stufenbarren und gehörte zu den sechs Besten am Balken. Ähnliche Erfolge feierte sie in den Folgejahren 2016 und 17. Ihr DM-Debüt gab Alina verletzungsbedingt dann erst 2019, wo sie den 16. Rang erreichte.

Ihre größte Herausforderung sieht Alina darin, jeden Tag ihre Leistungen aufs Neue abzurufen und „Elemente, vor denen man Respekt hat, täglich zu trainieren und sich immer wieder zu überwinden.“

Auch vor ihrem nächsten Ziel hat sie Respekt – das Abitur im nächsten Jahr. Nichts desto trotz möchte sie aber auch die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften 2021 in Leipzig schaffen. Erst danach macht sich Alina Gedanken über das, was vielleicht in fünf Jahren sein wird. Auf alle Fälle möchte sie dann immer noch in der Turnhalle stehen.

Wenn neben Schule, Training und Lernen noch ein bisschen Zeit ist, trifft sich Alina am liebsten mit Freunden oder genießt die Zeit mit ihrem Hund.

Von ihren Teamkameradinnen wird sie als besonders elegante Turnerin und absolut pflichtbewusst geschätzt. Letzteres bewies sie einmal mehr, als sie sich im entscheidenden DTL-Wettkampf (Ende 2019 in Buchholz) in der ersten Akro am Boden schwer verletzte und die Übung trotzdem noch zu Ende turnte, um ihr Team vor massivem Punktverlust zu schützen.


Ein Steckbrief - Finja Säfken

Geboren am 13.06.1997,

wohnt in Hannover,

turnt für den VfL Eintracht Hannover,

Lieblingsgerät: Stufenbarren.

Auch Finja gehört zu den VfL- Eigengewächsen, die hier mit dem Kinderturnen ihre sportliche Karriere begannen. Für Fini, wie sie in Turnerkreisen nur genannt wird, war das 2001.

Dann dauerte es nicht lange bis sie 2004 ins Leistungszentrum Hannover-Badenstedt wechselte. Seit 2005 ist sie im Landeskader, dazwischen mehrere Jahre im Bundeskader. In diese Zeit fällt auch ihr größter Erfolg: Der Vizetitel am Stufenbarren bei den Deutschen Jugendmeisterschaften 2010. Die mehrfachen erfolgreichen Teilnahmen lässt sie bei der Aufzählung bescheiden aus. Ihre Bundesligalaufbahn beginnt sie 2012 mit der TS Großburgwedel. 2015 turnt sie das erste Mal mit der bundesdeutschen Spitze um den Deutschen Meistertitel. Seit dem Jahr ist sie auch fester Bestandteil des Feuerwerk der Turnkunst - Showteams.

Eine steile Karriere, die immer auch neben Schule und Studium bewältigt wurde. Finja steht für das Turnen, wie vielleicht keine andere. So wundert es auch nicht, dass sie ihre kaum vorhandene Freizeit auch noch in der Turnhalle verbringt. Als Trainerin und Kampfrichterin unterstützt sie aktiv die Nachwuchsarbeit.

Aktuell sieht sie ihre größte Herausforderung darin, gesund zu bleiben. Denn nachdem sie ihr Lehramtsstudium für Sport und Physik an der TU Hannover erfolgreich abgeschlossen hat, plant sie im Herbst ihr Masterstudium in Berlin zu beginnen. Auch da will sie dem Sport und der KTG treu bleiben. Auf alle Fälle möchte Finja bei den nächsten Deutschen Meisterschaften in Leipzig mit dabei sein.

Von ihren Taemkameradinnen wird sie besonders geschätzt, weil sie so zäh ist und ihre Leistungen auf den Punkt abrufen kann. „Nach vierwöchiger Feuerwerk-Tournee kommt sie zurück in die Halle und liefert ab, wofür wir die Zeit durchtrainiert haben.“


Ein Steckbrief - Franziska Roeder

Geboren am 01.07.1998,

wohnt in Hannover,

turnt für den VFL Eintracht Hannover.

Lieblingsgerät: Stufenbarren

Eigentlich hatte sie keine andere Chance, als Spitzenturnerin zu werden. Schon mit einem Jahr ging es mit Mama zum Mutter-Kind-Turnen. Nach den ersten Erfahrungen im Gerätturnen kam sie bereits mit 6 Jahren als Landeskader ins Leistungszentrum Hannover Badenstedt. Zwischenzeitlich wurde sie im Bundeskader geführt und trainiert bis heute ausschließlich im Leistungszentrum. Ein kleiner Ausflug in die Wettkampfaerobic krönte sie 2016 mit der Teilnahme an den Weltmeisterschaften, um dann anschließend wieder alle Zeit ins Gerätturnen zu stecken.

Zu ihren größten sportlichen Erfolgen zählt Franzi neben der WM-Teilnahme:

3. Platz Deutsche Jugendmeisterschaften 2011 (Mehrkampf)

Bundesligaaufstieg 2016+2020

Erfolgreiche Teilnahme DM 2019 (17. Mehrkampf, 9. Stufenbarren)

Deutsche Hochschulmeisterin 2019 Stufenbarren und Boden

Mit ihren gerade 22 Jahren, was sie selbst für ein fortgeschrittenes Alter für eine Turnerin hält, motiviert sich die Sportlerin immer neue und schwierigere Elemente zu lernen, um damit den Spaß am Turnen zu behalten. Für dieses Jahr hat sie sich den Schaposchnikova am Stufenbarren vorgenommen. Das Flugelement vom unteren zum oberen Holmen hat die Schwierigkeit D nach Code de Pointage. Und wenn sie mal nicht selber turnt, steht sie auf der Seite der Kampfrichter und unterstützt damit die Nachwuchsarbeit des VFL.

Aber Franzi hat auch noch ein Leben neben der Turnhalle: Sie studiert im Master Biochemie an der TU Hannover und testet derzeit nebenbei Schüler auf den Corona-Virus. Der Master-Abschluss steht im nächsten Jahr an. Und hier hat sie sich von der Nähe zu den Medizinstudenten beim Corona-Test inspirieren lassen. Es soll in Richtung Medizin gehen.

Sie ist ein tolles Beispiel, dass man es auch ohne Schulstreckung und Internat bis an die Bundesspitze schaffen kann. Abi nach 8 Jahren Gymnasium, 6 Semester Bachelor und jetzt der Master. Das ganze gespickt mit 6-mal Training in der Woche. Aber Franzi und auch die anderen Bundesligaturnerinnen haben sich sehr bewusst dafür entschieden.

Auf die Frage, wo sie sich in 5 Jahren sieht, stehen noch viele Fragezeichen. „Das weiß ich noch nicht genau. Vielleicht forsche ich nach einem Impfstoff gegen Corona oder stehe im Labor und kämpfe gegen Doping.“

Ihre Mitstreiterinnen schätzen an ihr, dass sie über ihre eigenen Grenzen hinaus geht und sich nie entmutigen lässt.


Unser Aushängeschild - 1. Bundesliga und was dahintersteckt

Gut gelaunt stehen mir die jungen Damen des 1. Bundesliga-Teams der KTG Hannover gegenüber. Und das nach einem langen Tag mit Schule oder Uni und einem 3,5stündigen Training im sonnengeheiztem Turnzentrum in Hannover Badenstedt.

Glücklich sind die vier vor allem, dass sie wieder in der Halle an den Geräten trainieren können. Wenn auch noch nicht alles wie vor Corona klappt, Franzis ernüchternde Einschätzung: „Am Stufenbarren war es besonders schwierig, gefühlt waren da ein paar Kilo zu viel an den Holmen. Mittlerweile klappen die einzelnen Teile wieder.“

Franzi, eigentlich Franziska Roeder ist mit Finja Säfken der harte Kern des Bundesliga-Teams, seit 2010, der Gründung mit dabei. Um die beiden drapieren sich immer wieder heimische Talente. Seit einigen Jahren Alina Heinemann, die elegante Balkenspezialistin und seit dieser Saison der Nachwuchsstar Anna Carolina Wolpers. Aber das ist personell zu wenig für die Bundesliga. Langjährige Verstärkung bekamen sie von den van Dijk-Schwestern. „Die beiden haben wir bei den Uni-Meisterschaften kennengelernt und gefragt, ob sie nicht in unser Team wollen,“ berichtet Fini. Im aktuellen Kader stehen noch Julia Recktenwald, Isabelle Marquard und Alina Stepanova.

Letztere wird zu den Wettkämpfen mit Trainerin aus Russland eingeflogen. Wo sich so mancher fragt: wer bezahlt das? Das zahlt die KTG, neben den vielen Beiträgen und Startgeldern, die in vierstelliger Höhe an die Deutsche Turn Liga (DTL) zu zahlen sind. Die finanzielle Situation beschreibt Stefan Roeder, ehrenamtlicher Manager der KTG, so: „Wir haben mit der Lotto Sport Stiftung einen zuverlässigen Sponsor und können damit die DTL- und Wettkampfgelder zahlen. Die ausländischen Turnerinnen erhalten obendrein einen Obolus. Damit ist aber das Geld auch alle. Damit unser Heimatverein, VfL Eintracht Hannover, nicht regelmäßig zuschießen muss, tragen Eltern der Turnerinnen zum Beispiel die Fahrkosten zu den Wettkämpfen.“ Schon verrückt, in anderen Sportarten verdienen die Sportler Geld, wenn sie in der Bundesliga starten, die Turnerinnen bringen eigenes mit, um sich den Traum zu erfüllen. „Die Suche nach weiteren Sponsoren war bisher erfolglos, was dieses Jahr nicht besser macht,“ ergänzt Stefan Roeder.

Was bringt es denn einem Verein, ein oder, wie die KTG, sogar zwei Teams in der Bundesliga starten zu lassen? „Wie kämpfen ständig um unser Image, mittlerweile sind wir in der Eintracht ein angesehener Zweig, und das nicht nur durch unsere Teilnahme bei den Turnshows. Für den Nachwuchs sind Fini und Franzi tolle Vorbilder aufgrund der turnerischen Leistung. Sie unterstützen auch die Breitensportwettkämpfe als Kampfrichterinnen und sind damit auch hier präsent,“ so Stefan Roeder weiter. Zumindest hier hat die Leistung der KTG Turnerinnen an der Bundesspitze ihre Wirkung auf den Heimatverein. Das ist aber nicht überall so. Leider kämpfen andere Trainer, die sich rastlos um die Nachwuchsarbeit kümmern und einen Landeskader nach dem anderen hervorbringen trotzdem um Anerkennung und Unterstützung innerhalb des Vereins. Die Sogwirkung für den Nachwuchs ist aber allemal enorm.

Die vier niedersächsischen Teammitglieder wissen, welches Privileg sie haben, im Turnzentrum Hannover trainieren zu können. Und so verbunden hatte keine von ihnen Ambitionen in Richtung Chemnitz oder Stuttgart zu gehen, wo die Bundesdeutsche Elite quasi hauptberuflich trainiert. Die Niedersächsinnen wollen das auch so schaffen, ohne Schulstreckung und neben dem Studium. Schon das verdient eine besondere Anerkennung, mit diesen Voraussetzungen gegen die Spitzensportler anzutreten. Und dass das in diesem Jahr nochmal passiert, darauf hoffen alle hier. Sie werden in diesem Jahr fast die einzigen Turnerinnen sein, die noch einen Wettkampf bestreiten dürfen. Wie wichtig das für die Motivation ist, bestätigt auch Trainerin Annette Lefebre. Neben der Bundesliga stehen auch noch die verschobenen Deutschen Meisterschaften und Jugendmeisterschaften auf dem Plan.

Katrin Hoffmann

Foto: C.Roeder


Kreatives Training unter Corona-Auflagen

Viele Trainer und Trainerinnen haben in den letzten Wochen echtes Organisationstalent bewiesen, denn Gerätetraining unter den strengen Abstands- und Hygieneauflagen ist schon fast ein Widerspruch. Erwärmung draußen, ständiges Desinfizieren, Mundschutz und immer auf Abstand – sind wohl die häufigsten Antworten auf die derzeitige Situation. Einige, die gar nicht in die Halle durften, hätten diese Probleme wiederum gerne.

Ein ausgeklügeltes Konzept kommt zum Beispiel beim TSV Vordorf zum Einsatz, denn schon die normalen Trainingsbedingungen für über 20 Turnerinnen in der kleinen Grundschulsporthalle sind alles andere als gut. So hat Trainerin Kim Ellmerich das für die Übergangszeit auf dem Sportplatz erarbeitete Konzept an die kleine Sporthalle angepasst. Und mittlerweile läuft das wie geschmiert: Nach Anmeldung werden fünf Gruppen für die Woche zusammengestellt. Kommen und Gehen zeitlich versetzt. Das eigentliche Training rotiert über fünf Stationen, Dehnung und Sprungkraft wird draußen geübt. Drinnen gehen drei Gruppen an die Geräte. Kontakte unter den Gruppen sind damit ausgeschlossen. Da ist viel Disziplin der Turnerinnen gefragt. Das scheint trotz oder gerade wegen der wochenlangen Trainingspause kein Problem zu sein, wie Kim Ellmerich berichtet: „Alle sind so froh überhaupt wieder gemeinsam trainieren zu können und sind mindestens genauso fleißig wie vor der Pause. Erstaunlicherweise klappten selbst schwierige Elemente nach kurzer Zeit schon wieder. “ Und woher nehmen nun alle den nötigen Ehrgeiz nach Absage sämtlicher Wettkämpfe dieses Jahr? „Wir haben mit jedem Mädchen die Ziele für das nächste Jahr festgelegt und hoffen, dass das Motivation genug ist.“


Was sind schon Geisterspiele gegen Geistertraining

Anna Carolina Wolpers, einzige Bundeskaderathletin, trainiert seit zwei Wochen alleine mit Landestrainer Peter Werner auf 1800 qm Trainingsfläche im NTB Leistungszentrum.

Viele Wochen war sie nach der coronabedingten Schließung der Sporthallen auf den heimischen Garten und die Sportgeräte der Physiopraxis ihrer Mutter angewiesen. So ging es bundesweit den Spitzensportlern bis dann in einigen Bundesländern Ausnahmen für Profi- und Spitzensportler zugelassen wurden. In Niedersachsen zählten die Nachwuchssportler nicht dazu. So dass Anna Carolina weiter zu Hause trainieren musste. Nach fast zwei Monaten hatte sich Bundestrainerin Claudia Schunk eingeschaltet und für die 12jährige eine Trainingsmöglichkeit in Mannheim organisiert. Ein Riesenaufwand für drei Tage, aber endlich wieder in der Halle stehen, freute sich die kleine Turnerin. Anschließend sollte sie nach Chemnitz, in die bekannte Talentschmiede von Gabi Frehse. Da wurden aber auch für Niedersachsen die Hallen für Bundeskader und Bundesligaathleten geöffnet. Riesenerleichterung nicht nur bei Anna, auch Peter Werner war ein bisschen erleichtert, auch wenn er sich mehr Turnerinnen in der Halle wünschte. „Wir haben hier eine der größten Gerätturnhalle Deutschlands und stehen hier nur zu weit, das ist schon paradox. Zumal in anderen Bundesländern auch die Landeskader trainieren dürfen.“

Einen positiven Aspekt sieht Peter Werner an der Pause für den gesamten Nachwuchs: „Wenn ich zu Hause so ackere wie Anna oder auch die anderen, dann ist da so viel Motivation dahinter. Als Trainer bekommst du Tränen in den Augen, denn das sind tolle Mädchen.“  

Wie viel Anna alleine zu Hause gemacht hat, sieht man beim Training, routiniert spult sie das Kraftprogramm ab, als hätte es keine Pause gegeben. Seit zwei Wochen steht sie wieder täglich 4 Stunden in der Halle. Aus der jetzigen Situation ziehen Trainer wie Turnerin auch viel Positives, so Peter Werner: „Da in absehbarer Zeit keine Wettkämpfe stattfinden, können wir uns intensiv mit einzelnen Elementen beschäftigen und perfektionieren.“ Gerade am Barren wollte die zierliche Anna Carolina einiges aufholen. „Die Drehungen am oberen und unteren Holmen funktionieren schon recht gut, eigentlich wollte ich bald mit dem Flugelement vom oberen zum unteren Holmen beginnen,“ berichtet sie.

Nach dem Kraftprogramm geht es für Anna aufs Trampolin – Schrauben. Erst einfach, dann doppelt und 2 1/2, bei der Dreifachschraube wird mir schwindlig. Anna landet sie alle auf den Punkt.

Ab Montag, 25.05 20 dürfen wieder alle in die Halle, natürlich mit entsprechenden Hygiene- und Abstandsregeln.

Und so wird diese Krise auch die Spreu vom Weizen trennen. Und das trifft nicht nur im Spitzen- sondern auch im Breitensport zu. Einige werden dem Sport den Rücken kehren, aber die, die es wirklich wollen, gehen gestärkt daraus hervor.

Katrin Hoffmann, 22.05,2020


20.04.20

Liebe Vereine!
Zu allererst hoffen wir, dass in euren Reihen alle gesund und munter sind und die bisherige Zeit mehr recht als schlecht überstanden haben.
Wenn auch seit heute die Regeln für die Eindämmung der Corona-Pandemie etwas gelockert wurden sind, die Sportministerien mit dem DOSB und dem DSB heute gemeinsam beraten wie der Sport wieder hochgefahren werden kann und die Bewegung im Freien bisher durchweg möglich war, so ist eine Rückkehr in das "alte" Training von Anfang März noch auf lange Zeit nicht absehbar. Und selbst wenn es jetzt wieder allmählich losgehen sollte, so stellt das Training und am Ende jegliche Veranstaltung eine immense Herausforderung um alle Beschränkungen und Regeln der öffentlichen Hand umzusetzen und einzuhalten. Auch ist eine so lange Trainingspause nur wieder zu kompensieren, wenn erstmal mit Aufbau- und Anschlusstraining begonnen wird und nicht mit Wettkampf.
Somit hat der Fachausschuss GT wbl gemeinsam mit den Bezirken beschlossen, dass die Wettkämpfe auf Landes-, wie auf Bezirksebene bis zu den Sommerferien ausfallen. Das betrifft einige Gerätefinals und Ligawettkämpfe in den Bezirken, sowie die Hinrunde der Landesligen. Da noch nicht absehbar ist, wie im Herbst Wettkämpfe möglich sind, und wenn, schon genug Termine anstehen, fallen diese Wettkämpfe auch ersatzlos aus.
Gleiches empfehlen wir auch den Turnkreisen.
Wie es anschließend nach den Sommerferien weitergeht, wird die Lage zeigen...diesbezüglich halten wir euch auch weiterhin auf dem laufenden.
Bleibt gesund, haltet durch und trotz allem...genießt den Frühling und den anstehenden Sommer.
Mit den besten Grüßen für den Fachausschuss,
Matthias

 


Sechs TopTen Platzierungen für die Niedersächsischen Turnerinnen in Essen

Das beste Ergebnis lieferte Anna Carolina Wolpers vom TSV Vordorf. Die Bundeskaderturnerin überzeugte beim Pre Olympic Youth Cup in der AK 13 und wurde dritte. Besonders am Stufenbarren und Boden erhielt sie hohe E-Noten, damit am Boden sogar die zweithöchste Endwertung.  Ebenfalls eine Top Wertung am Boden bekam Sarah Heinemann (MTV Jahn Schladen) die insgesamt auf dem 5. Platz landete. Ihre Klasse am Balken bewies Yella Wagenschein (MTV Wolfenbüttel), sie holte hier die viertbeste Wertung und wurde insgesamt 8. Damit waren sie das erfolgreichste Trio.

Alina Schindler ging in der AK12 für den TSV Ehmen an den Start und belegte den 20. Platz. In der AK16+ wollten es Franziska Roeder und Lina Phillip (beide VfL Eintracht Hannover) nochmal wissen. Franziska lieferte diesmal am Barren eine saubere Übung ab, dafür hakte es leider am Balken. In der Gesamtwertung wurde sie 5. Lina konnte leider die Glanzleistung von den Landesmeisterschaften nicht wiederholen, musste schon am Sprung hohe Abzüge in Kauf nehmen und wurde damit sechste.

Die jüngsten Nachwuchstalente traten in der AK9 im RTB Pokal an. Für sie war es der erste Wettkampf der Saison. Eine beeindruckende Leistung lieferte hier Anni Sohnsmeyer von der TTS Hannover ab. Am Boden zeigte sie die drittbeste Darbietung. Ein Fehler am Barren verhagelte ihr leider den Treppchenplatz, mit nur 0,2 Punkten Rückstand wurde sie vierte. Savannah Arano Liazeed (TKJ Sarstadt) und Sara Hotoglu (TTS Hannover) wurden 11. bzw. 13. in dieser Altersklasse.


Landesmeisterschaften Seniorinnen 2020 - Teilnehmerzahlen weiter rückläufig

Nur 10 Turnerinnen gingen in 4 Altersklassen an den Start und die meisten hatten damit die Qualifikation zu den Deutschen Seniorinnenmeisterschaften schon in der Tasche. Nur in der Altersklasse 30-24 Jahre gab es einen echten Wettkampf um Titel und Platzierungen. Wie in allen hier ausgetragenen Wettkämpfen wurde ein Vierkampf nach LK3 geturnt. Was die Senioren-einstiegsklasse besonders macht, sind die immer wieder neuen Gesichter. Diesmal mischte Ann-Katrin Remmele das Feld deutlich auf. Waren sich am Sprung noch alle Starterinnen einig, einen Überschlag zu zeigen, turnte Ann-Katrin Remmele am Stufenbarren und Balken in einer eigenen Liga. Nur am Boden konnten die später zweit- und drittplatzierten Merle Höpken (TV Kleefeld) und Daniela Otten (TSV Heiligenrode) an ihr vorbeiziehen. Den Landestitel holte sich mit deutlichem Abstand Ann-Katrin Remmele vom TuS Engter.

In der Altersklasse 35-39 Jahre gab es zumindest noch einen Zweikampf und dann noch einen wirklich sehenswerten. Den konnte, wie in den Vorjahren, Sandra Neumann vom MTV Markoldendorf für sich entscheiden und verwies die ewige Konkurrentin Katharina John (TV Kleefeld) auf den zweiten Rang.

Als Einzelstarterinnen in den Jahrgängen 40-44 sowie 45-49 Jahre holten sich Katja Gollisch vom ASC Göttingen und Sandra Goldberg vom VfL Bückeburg den Landetitel.

Alle genannten haben sich durch ihre Platzierungen für die Deutschen Seniorinnen Meisterschaften am 09.+10. Mai in Dillingen qualifiziert.


Landeseinzelmeisterschaften 2020

Überraschungssieg für Lina Philipp bei den Landesmeisterschaften

Etwa zwei Jahre nach ihrem leisen Comeback liefert Lina Philipp einen sensationellen Wettkampf ab. Zur Erinnerung: nach ihrem schweren Unfall 2016 war ihre vielversprechende internationale Turnkarriere auf dem Höhepunkt jäh beendet gewesen. „Seit gut einem viertel Jahr trainiere ich zielgerichteter an neuen Elementen,“ berichtet Lina Philipp nach ihrem Landestitel. So hat sie ihre Balkenübung mit der Verbindung Menicelli-Spreizsalto und einer bonifiziertes Durchschlag-Durchschlag-halbe Verbindung aufgepeppt. Und dank der perfekten Ausführung gab es hierfür 13,0 Punkte. Genauso viel gab es für den Yurchenko gestreckt. Am Boden zeigte sie zwar nicht die höchsten Schwierigkeiten, dafür aber Perfektion. Damit war dann auch der Absteiger am Stufenbarren zu verkraften. Insgesamt standen dann 49,25 Punkte auf dem Konto, ein deutlicher Sieg und ein Ticket zu den Deutschen Meisterschaften. Franziska Roeder, die mit 46,9 Punkten den zweiten Rang belegte, hat ebenfalls die Quali-Norm für die DM erreicht. Sie zeigte als einzige alle Anforderungen am Stufenbarren inklusive dem Jägersalto. Auch die drittplatzierte Finja Säfken kann sich noch Hoffnungen auf die DM-Teilnahme machen. Alle drei starten für den VfL Eintracht Hannover.

Für die Deutschen Jugendmeisterschaften haben sich die 15jährige Karina Schönmaier von Blau-Weiss Buchholz, bei den 13jährigen: Anna-Carolina Wolpers (TSV Vordorf) und Sarah Heinemann (MTV Jahn Schladen) und Alina Schindler (TSV Ehmen) bei den 12jährigen qualifiziert.

Im gleichzeitig stattfindenden Rahmenwettkampf der AK11 gewann Miriam Heene vom MTV Wolfenbüttel vor Juli Fleur Fiedrich vom VfL Eintracht Hannover.


Anna Carolina Wolpers – ein Ausnahmetalent auf dem Weg nach ganz oben

Ein Interview für die Allerzeitung

Die 12jährige Anna Carolina Wolpers aus Platendorf bei Gifhorn gehört zu den besten Nachwuchsturnerinnen Deutschlands und wurde in den Bundeskader 2020 aufgenommen. Was in vielen Sportarten mit Talent und regelmäßigem Training im heimischen Verein möglich ist, wird im Gerätturnen zu einer Aufopferung für den Sport bereits in jungen Jahren.

Als 7jährige gewinnt Anna den Kreistitel für den heimischen TuS Neudorf-Platendorf. Dann geht alles ziemlich schnell: Erst rät Trainerin Heike Müller zu einem Wechsel nach Vordorf, hier werden junge Talente für die höchste Leistungsklasse trainiert. Vordorferin Kim Ellmerich sieht, dass in der kleinen Anna noch mehr Talent schlummert, schickt sie kurzerhand zur Talentsichtung ins Landesleistungszentrum Hannover-Badenstedt. Und zum Ende 2015 hat sich dann das Leben der Familie Wolpers einmal auf den Kopf gestellt, denn Anna trainiert nun viermal die Woche in Hannover. Von Platendorf eine logistische Herausforderung um Schule, Beruf und Familienleben unter einen Hut zu bringen. „Anna musste damals so viel aufholen, weil die Gleichaltrigen schon viel mehr konnten,“ gesteht Bianca Brandt-Wolpers ihre Zweifel.

Mittlerweile geht Anna auf das Humboldt-Gymnasium in Gifhorn und trainiert sechsmal die Woche im Leistungszentrum Hannover. Das sind 22 Stunden reine Trainingszeit pro Woche. Hausaufgaben werden gleich in der Schule erledigt, Mittag- und Abendessen gibt es im Auto. „Wir sind perfekt durchstrukturiert,“ berichtet Bianca Brandt-Wolpers über den Alltag, „und auch Annas jüngerer Bruder kommt nicht zu kurz.“

Zu ihrem 12. Geburtstag ist Anna gerade mal 1,32m klein, aber ihr Selbstbewusstsein wächst langsam. Muss es auch. In den vergangenen Jahren hatte sie viel Druck ausgehalten. Die Anforderungen steigen von Jahr zu Jahr rasant. Immer wieder mussten lieb gewonnene Turnfreundinnen das Leistungszentrum verlassen, weil sie die Anforderungen nicht mehr erfüllt haben.

Bei so viel Talent kommt man unweigerlich zum Vergleich mit Sophie Scheder, die als 10jährige aus dem benachbarten Wolfsburg nach Chemnitz wechselte, um ihren Traum von Olympia zu verwirklichen.

Auf die Frage, ob sie mit einem Wechsel nach Chemnitz oder Stuttgart liebäugelt, berichtet die zurückhaltende Turnerin: „Ich fühle mich im Leistungszentrum Hannover wohl und komme mit den Trainern gut klar. Und mit der Schule klappt es auch gut, neben Sport ist Mathe mein Lieblingsfach.“ Und noch ein bisschen entscheidender ist wohl: „Ich möchte auf keinen Fall ins Internat.“

Zu ihren diesjährigen Erfolgen zählt ein dritter Platz beim Pre Olympic Youth Cup, einem international besetzten Turnier. Ihr Debüt bei den Deutschen Jugendmeisterschaften ging leider völlig schief, mehrere Stürze an ihrem Paradegerät dem Balken verhinderten eine bessere Platzierung als den 18. Rang. Mit ihrer zuletzt beim Landeswettkampf und Deutschland-Pokal gezeigten Balkenübung hat sie internationales Niveau erreicht. Am Sprung turnt sie aktuell einen Yurchenko über den 1,25m (!) hohen Sprungtisch.

Annas Ziele sind aber nicht etwa Olympia oder die WM, auch da ist die Schülerin bescheiden: „In der ersten Bundesliga würde ich gerne turnen.“ In der Regionalliga-Mannschaft der KTG Hannover ist sie schon fester Bestandteil. „Und am Stufenbarren möchte ich noch einiges dazulernen.“


Landesliga Rückrunde

Spannende Rückrunde in Einbeck beschließ Saison – TSV Buchholz 08 beste niedersächsische Mannschaft

Ein deutlich gestiegenes Niveau haben die Änderungen im Ligareglement nach sich gezogen. Doch wurde auch sichtbar unter welchen personellen Engpässen zum Teil die beteiligten Vereine leiden. So traten zwei der Favoriten der 1. Liga (MTV Wolfenbüttel und TV Gut Heil Spaden) nur zur Rückrunde an und nahmen den Abstieg in Kauf, um ihr Startrecht nicht gänzlich zu verlieren. Damit machen sie im nächsten Jahr den Zweiligisten eher zu unrecht Konkurrenz. Und die eigentlichen Abstiegskandidaten bekommen eine zweite Chance in der ersten Liga.

Auch der MTV Braunschweig in der zweiten Liga hatte in der Rückrunde nur eine Mininachwuchsriege zur Verfügung und musste sich im Abstiegskampf geschlagen geben. Den verdienten Aufstieg in die 1. machten das Wolfenbütteler Nachwuchsteam und die jungen Burgdorfer Turnerinnen klar.

Für den ersten beiden der 3. Liga, TuS Engter 1 und den MTV Goslar, heißt es ab nächstes Jahr die erhöhten Anforderungen der 2. Liga – B-Abgänge – zu bewältigen. Da der TSV Ehmen sein Startrecht in der 3. Liga nicht in Anspruch nahm steigt hier nur ein Team ab.

Den Sprung in die sichere 3. Liga haben der TSV Vordorf und der TSV Stelle geschafft. Für die drei Abstiegsmannschaften kommen aus jedem Turnbezirk eine neue Mannschaft neu ins Rennen der 4. Liga.

Zu den Tabellen.

Ein paar Impressionen:


Bundespokal der Landesturnverbände

Unsere LK1-Turnerinnen bewiesen mal wieder Spitzenklasse und gewinnen beim Bundespokal

Teilnehmerrekord in Rheda Wiedenbrück bei den Jüngsten: 12 Landesturnverbände schickten ihre Turnerinnen ins Rennen, bei den 16-29jährigen waren es 11.

Absolut souverän gingen die niedersächsischen Routiniers bei den 16-29jährigen an den Start. Angeführt von einer Maria Heitmann in Bestform. Sie holte mit 14 Punkten die höchste Wertung an einem Gerät, wo die meisten ihre Schwierigkeiten hatten – dem Stufenbarren. Aber zum Sieg gehörte vor allem die konstanten Leistungen des gesamten Teams, die allesamt Topleistungen ablieferten. Dazu gehörten Greta Günther, Kim Sophie Gärtner, Linnea Korbanke, Fabienne-Renée Liepelt und Marwa Rustamzada. Mit etwas mehr als einen Punkt Vorsprung verwiesen die NTB-Vertreterinnen die Konkurrentinnen auf die Plätze.

Etwas Ausfallgeschwächt aber dennoch hoch motiviert traten die Niedersächsischen Turnerinnen als jüngstes Team bei den 12-15jährigen an. Dazu gehörten: Mara Lucia Bielfeld, Mia Brandt, Lenya Mankhaus, Valeria Tillmann und Hannah Yasar. Nachdem, eben wegen des Alters, die schwierigen Sprünge wie Tsukahara noch fehlten mussten am Stufenbarren auch noch drei Stürze verkraftet werden. Am Balken fingen sich die Mädels wieder, Mara zeigte eine souveräne Leistung und holte beachtliche 13,80 Punkte. Der Boden wurde das beste Gerät des Teams, alle Übungen auf den Punkt, den Knaller lieferte Hannah, die mit 14,10 Punkten die höchste Wertung kassierte. So war auch Annett Balzer mit ihren Schützlingen mehr als zufrieden: „Toller Stimmung in der Mannschaft. Gegen die vielen 15Jährigen haben sich unsere 12er tapfer geschlagen, Platz 8 von 12 Mannschaften, Hut ab!“


Bundes- und Regionalligateams beenden die Saison 2019

TT Kiehn Group wächst vor heimischer Kulisse über sich hinaus und beschließt die Saison in der 2. Bundesliga mit dem 3. Platz. Trotz schwarzem Tag in Buchholz schafft die KTG Hannover den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga.

Viel Anstrengung und Geld kostete die Organisation des Bundes- und Regionalliga-Wochenendes in Buchholz. Aber es hat sich gelohnt. Gleich im ersten Wettkampf waren die Turnerinnen des TurnTeam Kiehn Group Lüneburg in der 2. Bundesliga am Start. Begonnen am Balken haben sie gleich das Zittergerät hinter sich lassen können. Zwar ließ sich der ein oder andere Sturz vom Balken nicht verhindern, aber die gezeigten Schwierigkeiten – Meni- Spreizsalto-Verbindung oder Salto und freies Rad - konnten die Ausgangswerte hochhalten. Am Boden beeindruckte die Jüngste im Team, Karina Schönmeyer, das Kampfgericht und bekam für ihre ausdrucksstarke Übung mit 12,2 Punkten die drittbeste Wertung dieser Liga. Am Sprung landete Lucie Jirikova auf den Punkt und zog mit 13,3 Punkten fast der gesamten Konkurrenz davon. Alles unter tosenden Anfeuerungen der Zuschauer in der gut gefüllten Nordheidehalle. Getragen von den Fans schafften es die Lüneburger Turnerinnen einige starke Konkurrenten hinter sich zu lassen und belegten mit dem 3. Rang die bisher beste Platzierung in der Liga. Das das kein Zufall oder Heimvorteil war, zeigten die Damen eine Woche später beim letzten Ligawettkampf in Potsdam. Zwar nicht ganz so viele Punkte wie zu Hause, aber es reichte wieder zum dritten Platz. Damit beendet das TT Kiehn Group Lüneburg nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga das Jahr gleich mit dem 3. Tabellenrang. Das Ziel Klassenerhalt haben sie damit definitiv übertroffen.

Nicht so gut verlief das Saisonende für die KTG Hannover. Es sollte eigentlich ein Highlight werden, fast ein Heimwettkampf in Buchholz. Die Hannoveraner Fans reisten im eigens gecharterten Fanbus an und die Nordheidehalle war nun bis zum letzten Platz besetzt. Durch krankheitsbedingten Ausfall traten sie nur zu viert an, so dass unplanmäßig alle an jedes Gerät mussten. Franziska Roeder eröffnet den Wettkampf am Boden. Doppelsalto und Schrauben, alles sicher. Dann geht Alina Heinemann auf den Boden – erste Akro – Doppelsalto – sie strauchelt, hat sich offensichtlich den Fuß verletzt, aber turnt weiter, versucht die Schmerzen und Tränen zu unterdrücken. Am Ende schaffte sie es gerade noch die Bodenfläche zu verlassen. Ihr Wettkampftag endet im Krankenhaus. Nun war für die Hannoveranerinnen guten Rat teuer. Alle vier Wertungen gehen in die Teamwertung ein, so dass nun an drei Geräten eine Wertung fehlen würde. Kurzerhand sprang die als Zuschauerin mitgereiste Isabelle Marquardt ein. Sie war gerade von einem dreimonatigen Auslandsaufenthalt zurückgekehrt, kein Training und kein Aufwärmen, geborgte Riemchen. Nicht die besten Voraussetzungen, um gegen einen eventuell drohenden Abstieg zu kämpfen. Am Ende fehlten dann nur knapp 1 ½ Punkte zu Platz 7. Auch wenn die Turnerinnen der KTG hier verloren haben, ihr Teamgeist hat gesiegt.

Für den alles entscheidenden letzten Wettkampftag in Potsdam konnte die Mannschaft der KTG nochmal verstärkt werden. So beflügelt schafften sie hier mit 183,10 Punkten sogar ihr bestes Ergebnis dieser Saison und belegten den 6. Rang in der höchsten Liga. Am Ende war dann mit dem 7. Tabellenrang der Klassenerhalt gesichert und das Ziel erreicht.

Am Sonntag gingen noch zwei niedersächsische Teams in der Regionalliga Nord an den Start.

Die KTG lieferte sich in der ersten Saisonhälfte noch ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der TG Kassel um die Tabellenspitze. In Buchholz mussten sie sich in das Mittelfeld verabschieden. Trotz des Aufgebots von neun Turnerinnen machte sich wohl das Fehlen von Anna Wolpers bemerkbar. Dazu hatten sich die anderen Teams um einiges gesteigert. Nach zweimal Platz 4 beendeten die KTG Turnerinnen die Regionalliga Nord auf dem 3. Tabellenplatz.

Das im letzten Jahr nachgerückte zweite Team des TT Kiehn Group Lüneburg konnte sich in der Regionalliga Nord nicht behaupten. Ohne Zähler bilden sie das Schlusslicht der Tabelle. Sie verbleiben in dieser Liga und können im nächsten Jahr besser durchstarten.


In drei verschiedenen Wettkämpfen traten nochmal die besten Turnerinnen Niedersachsens zur Standortbestimmung in Bad Iburg an.

Für die jüngsten AK-Turnerinnen ging es um die Landesmeisterschaften, ab der AK11 wurde ein Rahmenwettkampf geturnt und in zwei Altersklassen kämpften Vertreter der LK1 um die Teilnahme am Bundespokal der TLV-Mannschaften.

Für die jüngsten Teilnehmerinnen in der AK7 waren es die ersten Einzelwettkämpfe auf Landesebene und 18 hatten sich hierfür in den Turnbezirken qualifiziert. Die besten zeigten neben den geforderten Pflichtübungen auch Bonuselemente am Boden und Balken. Den Sieg holte sich Martha Lidl vom VfB Munster vor Lilly Sophie Heilandt (TSV Buchholz 08) und Celina Bouchiba (Blau-Weiss Buchholz). In der AK 8 konnten sich die Vorjahressiegerinnen wieder gegen 20 Konkurrentinnen behaupten. Feline Voges (B-W Buchholz) und Anni Sohnsmeyer (VfL Eintracht Hannover) zeigten als einzige alle Anforderungen und sicherten sich damit die Plätze 1 und 2 vor Sara Hotoglu vom SC Langenhagen. Mit deutlich mehr Wettkampferfahrungen gingen die Mädchen in der AK9 an den Start. An Ausgangswerten und Teilnehmerzahlen war zu erkennen, wie dünn die Luft mit steigenden Altersklassen wird. Am besten schnitt hier Merle Winter vom SC Langenhagen ab und holte sich verdient den Landestitel vor Vereinskameradin Liya Singin und Vorjahressiegerin Anna Sophie Albrecht vom TSV Vordorf. In der AK10 setzte Amelie Pagel mit einer herausragenden Bodenübung ein Zeichen und holte sich mit über zwei Punkten Vorsprung den Landesmeistertitel. Auf die weiteren Treppchenplätze schafften es Juli Fleur Fiedrich (Eintracht Hannover) als zweite und Sophia Kratochwille vom TC Arnum.

Als Einzelstarterin in der AK 11 holte Alina Schindler vom TSV Ehmen 62,245 Punkte.

Ab der AK 12 wurde ein Rahmenwettkampf ausgetragen, der auf nur den ersten Blick einem ungleichen Kampf ähnelte. Dabei waren auch die DM- und DJM-Teilnehmerinnen. Nicht so überraschend dann der Sieg für Franziska Roeder, die hier nicht ihr volles Programm zeigte. Die fünfte der diesjährigen Deutschen Jugendmeisterschaften, Karina Schönmaier (B-W Buchholz) wurde zweite vor Langenhagens Lea Winter. Eine echte Überraschung lieferte aber die Kleinste im Feld am Balken. Anna Carolina Wolpers (Vordorf) lieferte ein Feuerwerk aus akrobatischen Schwierigkeiten auf dem Zittergerät. Mit 5,4 Punkten Ausgangswert war der genauso hoch wie die Balkenübung von Emelie Petz bei der WM in Stuttgart!  Damit wurde Anna 4.

Für die Qualifikationen zum Bundespokal traten leider nur wenige Turnerinnen an. In der Altersklasse der 12-15jährigen gewann Louisa Stamm vom MTV Jahn Schladen mit deutlichem Vorsprung vor Mara Lucia Bielfeld (TSV Burgdorf) und Teamkameradin Mia Brand.  

In der zweiten Altersklasse, der 16 bis 29jährigen, gewann Fabienne -Reneé Liepelt vor Maria Heitmann, beide TSV Buchholz 08. Rang drei ging an Linnea Korbanka (TG Borgloh-Wellendorf). Zwei Teams werden den Niedersächsischen Turnerbund am 2. November in Rheda-Wiedenbrück vertreten.


Spannender Start der neuen Landesligen

Nach dem Mammut-Einstufungswettkampf Anfang des Jahres stellten sich nun fast alle qualifizierten Teams am zweiten Septemberwochenende in Hildesheim ihren Liga Gegnern.

Die Turnerinnen der ersten und zweiten Liga hatten mit den Anforderungen der LK1 bzw. LK2 mit B-Abgang zum Teil schwer zu kämpfen. Besonders die erste Liga wurden markante Leistungsunterschiede erkennbar. Deutlich absetzen konnte sich dann auch mit 157,12 Punkten die erste Mannschaft des TSV Buchholz. Auf den zweiten Rang schaffte des mit 148,47 Punkten die TG Borgloh-Wellendorf 1 vor MTV Jahn Schladen (143,3 P.).

In der zweiten Liga lagen die Ergebnisse deutlich enger zusammen, nur rund 10 Punkte trennen den ersten und den letzten Platz. Den Sieg machten die Favoriten unter sich aus: Die Tabellenführung ging an die zweite Mannschaft des MTV Wolfenbüttel (150,92) vor TuS Blau-Weiss Lohne 1 (148,36) und Eintracht Hildesheim 1 (148,06). Mit so einem knappen Ergebnis birgt die Rückrunde besondere Spannung.

An der Tabellenspitze der dritten Liga wurde es ebenfalls richtig eng. Dank der sensationellen Bodendarbietungen schafften es die Turnerinnen des MTV Goslar den Hinrundensieg für sich zu verbuchen. Weniger als 2 Zehntel dahinter kam auf Platz 2 der TuS Engter vor TSV Buchholz 3.

In der 4. Liga gingen 10 Teams an den Start, dafür müssen auch die letzten 4 um den Abstieg in die Bezirksliga bangen. Eher den Blick nach oben haben die führenden Teams: Gewonnen haben die Hinrunde die Turnerinnen des TSV Stelle vor TSV Vordorf und TuS Blau-Weiß Lohne 2.

Hier gibt es alle Tabellen auf einen Blick.

Die Rückrunden der vier Landesligen finden am 9. Und 10. November in Einbeck statt. Danach stehen die jeweiligen zwei Auf- und Absteiger fest.

Ein paar Impressionen...


Alina Heinemann und Franziska Roeder vertreten den NTB bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin

In der fast ausverkauften Max-Schmeling-Halle präsentierten sich die zwei niedersächsischen Turnerinnen dem begeisterten Publikum und belegten nach einem tollen Mehrkampf die Plätze 16 und 17.

Die für den MTV Jahn Schladen startende Alina Heinemann begann den Wettkampf als erste Turnerin am Boden souverän. Alina sicher die elegantere der Beiden, Franziska Roeder (VfL Eintracht Hannover) dafür kraftvoller. Beide zeigten ihre Kürübungen ohne große Fehler, den Doppelsalto standen beide perfekt. Mit fast identischen Ausgangswert und E-Note beendeten sie das erste Gerät auf den Platzen 16 und 17. Am Sprung blieben sie erwartungsgemäß weiter hinten im Feld, denn die Konkurrenz hatte oft schwierigere Sprünge mit entsprechend mehr Ausgangswert im Repertoire.

Am Stufenbarren konnte Franzi ihr Können demonstrieren, mit sicher gehangenen Flugelement über dem oberen Holmen und Pak-Salto zum unteren belegte sie an diesem Gerät mit 12,0 Punkten den 14. Platz. Alina, mit kleinen Unsicherheiten, belegte an diesem Gerät den 17. Rang. Dafür hatte sie ihr Paradegerät noch vor sich. Und nachdem die Favoriten alle den Balken bis zu dreimal verlassen mussten, war sogar die Finalteilnahme für Alina in greifbarer Nähe. Doch erstmal war Franziska an der Reihe. Sie turnte sicher alle Akros durch, den Vorwärtssalto etwas zu tief und nur kleine Wackler gaben Anlass für Abzüge. Dann war Alina am Balken: Der Aufgang, ein Flickflack über den Balken, zeigte sie das erste Mal hier. Ihre Sprünge und akrobatischen Verbindungen absolvierte sie absolut sicher. Dennoch - eine Unsicherheit reichte aus, um die Balance auf den 10 Zentimetern zu verlieren und Alina musste den Balken unfreiwillig verlassen. Das war der fehlende Punkt zum Balkenfinale. In der Gerätewertung standen Alina auf Platz 11 und Franziska auf Platz 14. Annette Lefebre, Trainerin im Landesstützpunkt Hannover, dazu: „Das hätte heute ein leicht verdienter Finalplatz sein können. Schade, dass sie wieder mal den Balken nicht durchgeturnt hat.“ Aber der Ärger war schnell verflogen, denn die Gesamtleistungen der beiden Spitzenturnerinnen konnte sich bei der Konkurrenz mehr als sehen lassen.

Und noch einen Grund zur Freude gab es in Berlin: Die Turntalentschule Hannover wurde im Rahmen der Deutschen Meisterschaften für ihren dritten Platz beim TTS-Pokal geehrt und erhielt einen Gutschein der Fa. SPIETH über 1000,-€.


Beste Stimmung, tolle Halle und große Erfolge unter dem Stern des Südens

Deutsche Hochschulmeisterschaften 2019

„Abfahrt 6.01 Uhr Hannover Hbf“ war die Ansage zum Start der Fahrt zu den deutschen Hochschul-Meisterschaften der Gerätturner- und turnerinnen in München. Zum ersten Mal seit längerer Zeit hatte sich auch eine Männermannschaft der Hannoverschen Hochschulen zur DHM angemeldet. Zusammen mit der schon zum dritten Mal startenden Frauenmannschaft ging es immerhin im ICE Tempo in die bayrische Landeshauptstadt, wo die gemütlichen Matratzenlager in den Turnhallen erst hergerichtet werden mussten. Gegen Nachmittag standen dann die Mannschaftswettkämpfe der Männer und der Frauen zeitgleich auf dem Plan. Die Hannoveraner konnten mit dem Team Linus Borchers, Alexander Pfaffenroth, Gideon Arndt, Jan Kräuter, Tim Kräuter, Björn Ole Hill und Felix Wendtland insgesamt einen guten 9.Platz erkämpfen,  ein toller Einstieg in das Event nach längerer Abwesenheit

Ganz anders die Situation bei den Frauen, die einen 2. und 3.Platz aus den Vorjahren zu verteidigen hatten. Mit dem Team Franziska Roeder, Klara Pelzl, Nadine Holldorf, Ella Lechner und Annalea Brüggemann stand bei fantastischer Stimmung, großer Hitze und noch mehr Lärm der Zuschauer ein prima 6. Platz zu Buche.

Da es gleichzeitig eine Einzelwertung gab, konnte Franziska als Zweite im Mehrkampf das Podest erklimmen, nur knapp geschlagen von ihrer Mannschaftskameradin in der Erstligamannschaft der KTG Hannover.

Nach einer recht kurzen Nacht, standen die Gerätefinals in einem spannenden Wettkampf auf dem Programm. Hier stieg auch mit akustischer Unterstützung durch Kuhglocken, leere Bierkästen, Rasseln und vereinzelten Blechblasinstrumenten  und durch das abwechselnde Turnen der Finalistinnen und Finalisten die Stimmungskurve nochmals deutlich an.  

Linus Borchers konnte in dieser besonderen Atmosphäre am Pferd recht gut die Nerven behalten und erturnte so einen sehr guten und dazu noch unerwarteten 4.Platz . Ähnliches gelang Alexander Pfaffenroth am Barren, wo er eine starke Übung turnte, die für ihn den 5. Platz bedeutete. Die niedersächsischen Hochschulturner konnte so bei ihrem ersten Auftritt nach längerer Abwesenheit von dieser Veranstaltung ihre gute Form unter Beweis stellen.

Die bei den DHM schon erfahreneren Frauen hatten dann durch die Finalteilnahme von Franzi zweimal die Chance auf einen Podestplatz. Diese ließ sich die Biochemie-Studentin von der Leibniz-Universität dann auch nicht nehmen. Mit einer vom durchaus fachkundigen Publikum bejubelten Barrenübung konnte sie den Sieg für Hannover erturnen, genauso wie am Boden, wo sie sich gegenüber weiteren Bundesligaturnerinnen durchsetzen konnte und den zweiten Sieg perfekt machen konnte. Mit diesem Doppelsieg wurde sie zur erfolgreichsten Turnerin am Finaltag. Das erkannten auch die hannoverschen Turner neidlos an und hoben ihre Uniteamkameradin unter allgemeiner Begeisterung dafür auf die Schultern.

Spätestens in der folgenden Nacht trat nun auch der Aspekt des gemeinsamen Feierns ganz in den Vordergrund, denn die Rückfahrt war erst für den Sonntagabend geplant. So konnten während des Tages diverse „OH Gruppen“ (chemische Formel für Bestanteile von Alkohol) auf unterschiedlichen Wegen abgebaut werden, bevor am Abend der Zug  den Münchner Hauptbahnhof Richtung Hannover verließ. Spätestens jetzt war klar, dass dieses sicher nicht der letzte Auftritt der Hannoverschen Studentenmeisterschaften bei diesem Wettkampf war.

Hervorzuheben ist die tolle Organisation durch die Münchner Studenten, die sich auch in einer ökologisch vorbildlich geringen Müllmenge zeigte.

Ein großer Erfolg für das Hannoversche Hochschulturnen ist auch die gemeinsame Teilnahme von Turnerinnen und Turnern, was den wachsenden Zusammenhalt im Hannoverschen Turnsport belegt.

Stefan Roeder

KTG Hannover II dominiert zum Saisonauftakt die Regionalliga Nord

Mit zwei sehr guten Wettkämpfen setzte sich das Team aus Hannover an die Tabellenspitze. Bereits beim ersten Wettkampftag in Baunatal überzeugten die Turnerinnen mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einem erfreulichen zweiten Platz, denkbar knapp hinter der TG Kassel. Drei Wochen später beim Heimwettkampf legten die Athletinnen dann noch einmal nach und entschieden den Wettkampf mit über sieben Punkten Vorsprung für sich. Zur Sommerpause steht die KTG Hannover somit auf Platz eins der Tabelle, punktgleich mit der TG Kassel, jedoch mit der deutlich höheren Gesamtpunktzahl.


Zum Saisonauftakt in Baunatal lagen am Sprung alle Mannschaften dicht zusammen und auch am Stufenbarren konnte sich keines der vorderen Teams punktemäßig absetzen. Bei der KTG Hannover lief im ersten Wettkampf noch nicht alles nach Plan. Am Schwebebalken mussten die Hannoveranerinnen einige Stürze verschmerzen. Umso besser lief es am Boden, sodass dieses Gerät von der KTG gewonnen wurde. Hochwertige akrobatische und gymnastische Elemente wurden in den toll choreografierten Übungen dargeboten. Im Endergebnis fehlte den Hannoveranerinnen weniger als ein halber Punkt zum Tagessieg. Trotzdem war Trainerin Susanne Philipp mit der Mannschaftsleistung sehr zufrieden.


Den Heimvorteil nutzend wuchs die KTG Hannover drei Wochen später über sich hinaus. Nach einem nicht ganz geglückten Start am Sprung und dem nachfolgenden Stufenbarren, der recht ordentlich absolviert wurde, gewannen die Turnerinnen die Teamwertung am Schwebebalken. Am Boden rockten die Hannoveranerinnen dann regelrecht die Halle und entschieden auch dieses Gerät mit Abstand für sich. Die Freude über den Tagessieg und den ersten Platz in der Gesamttabelle war riesig, zumal in der Einzelwertung mit Lina Philipp (Platz 3) und Lea Winter (Platz 1) zwei KTG-Turnerinnen ganz vorne standen. Lina erturnte die Höchstwertungen am Sprung und Schwebebalken, Lea erzielte den Bestwert am Stufenbarren und die zweibeste Bodenwertung. Die Stärke des Teams besteht im außerordentlichen Zusammenhalt und das, obwohl der Altersunterschied zwischen den Turnerinnen sehr hoch ist. Einige Athletinnen sind erst 12 Jahre alt. Sie turnen ihr erstes Jahr im Kürbereich und in der Deutschen Turnliga. Andere Aktive sind seit Bestehen der KTG im Jahr 2010 im Team und haben entsprechend viel Erfahrung. Die Mischung aus „Jung“ und „Alt“ passt dennoch gut zusammen und alle motivieren und helfen sich gegenseitig.


Für die KTG-Hannover turnten Sarah Heinemann, Anna Lasthaus, Anna Wolpers, Kiara Müller, Greta Kese, Lea Winter, Lara Zemke, Lina Philipp und Lena Koblitz. Betreut wurde die Mannschaft von den Trainern/innen Susanne Philipp, Caroline Nolte und Peter Werner.

Susanne Maul-Koblitz

Landesfinale Niedersachsen-Cup LK2 und LK3

Landesfinale Niedersachsen-Cup LK2 und LK3

In Burgdorf traten die besten 6 Turnerinnen aus jedem Turnbezirk im Kampf um die Titel im Niedersachsen-Cup der LK2 und 3 an. Alle Teilnehmerinnen hatten somit schon zwei Qualifikationen hinter sich und können sich somit zu den Besten ihrer Leistungsklasse zählen. Erwartungsgemäß fielen die Ergebnisse dann auch ziemlich knapp aus und oft war der Balken das ausschlaggebende Gerät für die spätere Platzierung. In der LK2 kam als weiterer Schwierigkeitsfaktor das geforderte Flugelement am Stufenbarren hinzu. Letzteres gelang Sophie Peter vom MTV Wolfenbüttel zwar nicht perfekt, doch dafür lieferte sie an den anderen drei Geräten Übungen mit höchsten Schwierigkeiten gekonnt ab und sicherte sich damit den Sieg bei den Jüngsten in der LK2 vor Wiebke Tebbe (TuS Zeven) und Josephine Brol (TG Borgloh-Wellendorf). Deren Vereinskameradin siegte in der LK2 der 14- und 15-Jährigen knapp vor Katharina Friedrich (TSV Meine) und Iris Borowski vom TSV Vordorf. Die ersten drei lagen hier nur 0,49 Punkte auseinander.

Bei den 16- und 17-Jährigen kamen die Perfektionisten zum Zug. Wertungen jenseits der 14 Punkte waren hier die Bedingung, um vorne dabei zu sein. Zweimal schaffte diese Wertung Mathilde Flämig vom SV Kirchweyhe und sicherte sich damit den deutlichen Sieg in diesem Wettkampf. Platz zwei erturnte sich Lisanne Rolo Pinto Schröder vom TSV Stelle vor Pauline Schröder, Eintracht Hildesheim.

Bei den über 18jährigen lieferten sich Jennifer Preis und Sarah Kleinknecht, beide TSV Buchholz 08, ein spannendes Duell, dass am Ende Jennifer Preis mit 0,2 Punkten Vorsprung für sich entscheiden konnte. Bronze ging an Lena Kornetzky vom SV Kirchweyhe.

In der LK3 der Jahrgänge 2008-06 überraschte Sophie Biela (TSV Vordorf) nicht nur die Konkurrenz, sondern auch ihre Trainerin. Mit einer konstanten Leistung über alle vier Geräte und nicht zuletzt der besten Barrenwertung holte sie sich den Titel. Platz zwei ging an Nele Liebhardt vom TSV Ehmen vor Fenja Börner vom TS Großburgwedel.

Einen weiteren Titel für den SV Kirchweyhe holte Lilly Schluroff bei den 14-17-Jährigen, dicht gefolgt von Lena Bögershausen vom MTV Goslar. Den dritten Platz teilten sich Luisa Streich-Bruning (TuS Engter) und Marie Peters (Eintracht Hildesheim). 

Mit der besten Balkenübung hatte Greta Remmers (TuS Blau-Weiß Lohne) den nötigen Vorsprung, um den Sieg bei den über 18jährigen zu erlangen. Einen halben Punkt dahinter holte sich Jette Michaelis vom TSV Bremervörde Silber vor Larissa Schuhmacher vom MTV Goslar.

Landesmannschaftsmeisterschaften und TTS Pokal

Landesmannschaftsmeisterschaften AK und Turntalentschul-Pokal

In Burgdorf starteten die Nachwuchstalente zu ihren Mannschaftsmeisterschaften bzw. ab der AK9 zum Turntalentschul-Pokal. Mit zunehmender Altersklasse nahmen die teilnehmenden Teams rapide ab. In der AK7 gingen 4 Teams mit bis zu 4 Turnerinnen in der Landesmannschaftsmeisterschaft an den Start. Die besten drei Wertungen je Gerät kamen in die Wertung. Mit deutlichem Vorsprung landete das Team des Turnbezirks Lüneburg 1 auf dem Siegertreppchen vor den Braunschweigern und der ersten Mannschaft aus Hannover. Beste Turnerin in diesem Wettkampf war Zora Koller aus dem TB Braunschweig.

In der AK8 dominierten die Hannoveranerinnen den Wettkampf. Die 3. Mannschaft siegte klar mit fast 12 Punkten Vorsprung. Die beste Turnerin, Feline Voges, kam aus der zweitplatzierten Mannschaft, TB Lüneburg 2. Platz 3 ging an die 4. Mannschaft des Turnbezirks Hannover.

In der AK9 ging es für die einzige Mannschaft der TTS Langenhagen um den Test für den Bundeswettkampf. Merle Winter holte hier die höchste Einzelwertung.

Den TTS-Pokal der AK10 entschieden wieder die Hannoveraner für sich vor Langenhagen. Sophia Kratochwille (Hannover) sorgte hier für den meisten Punktzuwachs.

Die beiden Erstplatzierten traten dann im Bundesentscheid in Buchholz an. Das Langenhagener Team in der AK9 hatte gegen starke Konkurrenz zu kämpfen und belegte am Ende Platz 14. In der AK10 gingen nur 4 Mannschaften in den Bundeswettkampf, die Hannoveraner konnten ihre Vorleistung nochmal toppen und sich knapp vor der TTS Chemnitz-Altendorf auf Platz 3 retten.

Blau-Weiss Bundesliga-Turnerinnen erfolgreich!

Am Freitagmorgen reisten die Kunstturnerinnen des Turn-Teams Kiehn Group Lüneburg-Buchholz nach Ulm.
24 Mannschaften traten in drei Staffeln am Samstag und Sonntag in der Kuhberghalle in Ulm gegeneinander an. Jeweils 8 Mannschaften in der 1., 2. und 3. Bundesliga.
Die besten Turnerinnen Deutschlands treffen hier aufeinander. Selbstverständlich, dass auch die Cheftrainerin Deutschlands Frau Ulla Koch und die Bundesnachwuchstrainerin Frau Claudia Schunk das Geschehen in der Turnarena von der Wettkampfleitung aus beobachteten.
Alle namhaften Turnzentren Deutschlands entsenden ihre Teams: die TG Mannheim, der MTV Stuttgart, der Dresdner SC, die TuS Chemnitz-Altendorf, die in der Bundesliga für den TSV Tittmoning an den Start geht, die TUG Leipzig, um nur einige zu nennen. - … und das Turn-Team Kiehn-Group Lüneburg-Buchholz!!! Team-Chefin ist Susanne Tidecks, die die Organisation und die Trainings über den vereinseigenen Blau-Weiss-Leistungsstützpunkt abwickelt.
Im Reglement der Bundesliga ist festgeschrieben, dass jedes Team je Wettkampftag mit einer Gaststarterin auftreten darf. So ist es normal, dass Nationalturnerinnen aus Italien, der Türkei, Spanien, Holland, der Tschechei etc. die deutschen Teams verstärken.
Insgesamt ergibt das eine tolle Atmosphäre. Kunstturnspitzensport pur. Wir sind sehr stolz, dass unsere Mädchen in dieser erwählten Gemeinschaft ihren Platz gefunden haben!

In der 2. Bundesliga ist das Niveau hoch. Außerdem wird ab der zweiten Liga ohne Streichnote geturnt. Das bedeutet, vier Mädchen turnen und alle vier Wertungen gehen in die Team-Wertung ein. Strauchelt eine, fallen alle!
Unsere Mädchen mussten hart arbeiten und viele Wochenenden und Ferienzeiten in der Trainingshalle verbringen, um hier gut aussehen zu können. Doch auch an diesem zweiten Wettkampftag gelang ihnen dies vorbildlich.
Wieder beschlossen wir mit einem 5. Platz den Wettkampf und konnten unseren Staffelplatz 5 verteidigen. Unser Saison-Ziel Klassenerhalt ist damit weiterhin realistisch.

Susanne Tidecks


Deutschland-Cup der Gerätturnerinnen

8 Turnerinnen vertraten Niedersachsen beim Bundesfinale in Hösbach, darunter auch Titelkandidaten. In der Altersklasse 12-13 Jahre war bis zum dritten Gerät, dem Boden, Johanna Niebuhr (TSV Arminia Vöhrum) auf Medaillenkurs, Barren und Balken liefen erstaunlich gut, der Rest sollte machbar sein. Doch in der letzten Akro am Boden dann das aus – bei der Landung verdrehte sich das Knie, ein Weiterturnen ausgeschlossen. Hannah Jale Yasar (TuS Blau-Weiß Lohne) konnte ihre starke Leistung im Land am Boden nicht wiederholen und landete auf Platz 11.

Bei den 14-15Jährigen schaffte es Alice Dinter (TSV Buchholz) mit guten Punkten am Sprung und Balken den 7 Platz zu erreichen. Helena Schaper vom Braunschweiger MTV belegte in diesem Wettkampf Platz 22.

Hauchdünn ging es in der nächsten Altersklasse zu. Fabienne-Renée Liepelt (TSV Buchholz) holte am Sprung die mit Abstand höchste Wertung und dennoch reichte es nicht ganz. Mit nur 0,2 Punkten verpasste sie den Sieg, aber auch der Vizetitel ist eine tolle Leistung. Linnea Korbanka von der SG Hankenberge-Wellendorf schaffte es mit konstant guten Leistungen an allen Geräten auf den 7. Rang.

In der Altersklasse 18+ musste Lucie Gerbrecht, eine absolute Balkenspezialistin, gerade dieses Gerät gleich zweimal verlassen. Dadurch verpasste sie knapp das Treppchen und musste sich mit Platz 4 begnügen. Maria Heitmann holte die zweitbeste Sprungwertung und konnte damit den Punktverlust am Balken ausgleichen. In der Gesamtwertung belegte sie Platz 10.


Landesmeisterschaften der AK11; Jugendmeisterschaften 12-15 Jahre; Meisterklasse 16 Jahre und älter

Ein übersichtliches Stelldichein des Who is Who des niedersächsischen Gerätturnens fand im Leistungszentrum Hannover-Badenstedt statt. Es galt die Landesbesten zu ermitteln und um Qualifikationspunkte für die Deutschen Meisterschaften.  

In der AK 11, im letzten Jahr des Pflichtprogramms, trat Alina Schindler vom TSV Ehmen ohne Konkurrenz an und wurde somit Landesmeisterin mit 61,04 Punkten.

Die Turnerinnen der AK12 turnten in ihrem ersten Kürjahr nach Code de Pointage. Anna Lasthaus vom TV Jahn Walsrode zeigte fast an allen Geräten die höchsten Schwierigkeiten und wurde mit gut zwei Punkten Vorsprung Landesmeisterin. Platz zwei und drei gingen an Sarah Heinemann (MTV Jahn Schladen) und Hannah Kratochwille vom TC Arnum. Alle drei haben die Qualifikationspunkte für die Deutschen Jugendmeisterschaften erreicht.

In der nächsten Altersklasse AK13 wurde quasi eine Vereinsmeisterschaft ausgetragen. Drei Turnerinnen vom TSV Burgdorf, leistungsmäßig gleich auf, kämpften um den Titel. Siergerin wurde Greta Kese vor Kiara Müller und Luana Sensing.

Einen großen Leistungsunterschied gab es zur AK14. Die zwei Landeskader zeigten starke Leistungen mit denen sie die Quali-Punkte für die Deutschen Jugendmeisterschaften deutlich erzielten. Das Duell gewann Karina Schönmaier (Blau-Weiss Buchholz) mit 47,32 Punkten vor Lea Winter (SC Langenhagen) mit 44,71 Punkten.

Bei den 15jährigen konnte Karen Barke vom MTV Jahn Schladen einen deutlichen Sieg einfahren, an allen vier Geräten zog sie den Konkurrentinnen davon und siegte mit 45,48 Punkten vor Joelle Peters (TSV Altenmedingen) und Carolin Vaßholz (Blau-Weiss Buchholz). Auch Karen Barke schaffte damit die Qualifikationspunkte.

In der Meisterklasse gab es das größte Teilnehmerfeld, welches die Bundesligaturnerinnen dominierten. Das wurde besonders am Barren klar, wo Flugelemente und Holmenwechsel die D-Noten nach oben trieben. Aber auch am Boden hoben sich die drei unter anderem mit dem Doppelsalto von den übrigen Turnerinnen ab. Am Ende gewann Franziska Roeder (VfL Eintracht Hannover) vor Alina Heinemann (MTV Jahn Schladen) vor Finja Säfken (ebenfalls VfL). Auch diese Turnerinnen haben die Qualifikationspunktzahl erreicht.


Landesfinale und Landesmeisterschaften 06.04.2019 in Wellendorf

In drei Wettkampfklassen wurden in Wellendorf die Landesfinals und -meisterschaften ausgetragen. Bei den Seniorinnen und der LK1 ging es zudem um die Qualifikation zu den Bundeswettkämpfen. Einen Überraschungssieg gab es im Niedersachsen-Cup Pflicht. Hier trat erstmals das Wolfsburger Turntalent Lara Illenseer an und holte sich nach ihrem deutlichen Sieg im Turnbezirk Braunschweig nun auch hier den Landestitel mit über drei Punkten Vorsprung. Platz zwei ging an Maivi Fuchs (Blau-Weiss Buchholz) und dritte wurde Sophia Scheifer vom MTV Wolfenbüttel.

Im gleichen Durchgang traten die Seniorinnen an, die dieses Jahr nur in den unteren zwei Jahrgängen mit Konkurrenz turnten. Und hier hatten die Sandras wieder die Nase vorn. Wie im Vorjahr siegte in der Altersklasse 30-34 Jahre Sandra Neumann vom MTV Markoldendorf. Ihren deutlichen Vorsprung erturnte sie sich besonders am Sprung und Balken. Platz zwei und drei gingen an Katharina John vom TV Kleefeld und Madeleine Kindler vom SV Kirchweyhe. In der nächsthöheren Altersklasse 35-39 Jahre konnte das Salzgitteraner Urgestein wieder den Sieg holen. Obwohl sich Sandra Nitsche erst spät für einen Start bei den diesjährigen Meisterschaften entschied, überzeugte sie die Kampfrichter am Sprung, Barren und Boden mit eindrucksvollen Übungen. Fast drei Punkte Vorsprung hatte sie am Ende auf die zweitplatzierte Nora Janina Scholz (Einbecker SV), dritte wurde Joana Wallin vom MTV Braunschweig.

In den weiteren Altersklassen trat nur jeweils eine Turnerin an: Katja Gollisch (ASC Göttingen) 40-44J., Marina Hünecke (TuSG Ritterhude) 45-49J. und Marion Riedel-Brummack (TuS Oestringen) 50-54J.

Die Deutschen Seniorenmeisterschaften finden am 18.+19. Mai in Bühl statt.

Am Nachmittag kämpften die Turnerinnen der LK1 um die Landestitel und die Qualifikationen zum Deutschland-Cup Finale. Das größte Teilnehmerfeld gab es bei den 18-29jährigen. Erfreulich war der Zuwachs bei den jüngeren Jahrgängen. Zum einen durch ehemalige AK und AK-Aussteiger und zum anderen durch die drei Wolfenbüttelerinnen, die sich in die höchste Kürklasse hochgekämpft haben. So war der Wettkampf abwechslungsreich und für alle Anwesenden eine Augenweide.

Einen Machtwechsel zulasten der Schladener Mädchen gab es bei den 12-13jährigen. Den Sieg holte sich überraschend Hannah Yasar vom TuS Blau-Weiß Lohne. Sie zeigte die mit Abstand beste Balkenübung und konnte diesen Vorsprung bis zum letzten Gerät halten. Den zweiten Platz sicherte sich Johanna Niebuhr vom TSV Arminia Vöhrum an diesem letzten Gerät, dem Stufenbarren. Als einzige zeigte sie den geforderten Handstand und ein gelungenes Flugelement und kämpfte sich damit eindrucksvoll wieder nach vorne. Hauchdünn musste dann Celine Charfi (MTV Jahn Schladen) den Qualifikationsplatz ziehen lassen und sich mit Platz drei begnügen. Bei den 14-15jährigen konnten die etablierten Turnerinnen sich größtenteils durchsetzen. Fast fehlerfrei zog Alice Dinter (TSV Buchholz 08) durch den Wettkampf und sicherte sich am Ende den Sieg. Platz zwei ging an die Braunschweigerin Helena Schaper. Die Wolfenbütteler Neuzugänge zeigten noch reichlich Nervosität und noch nicht alle neuen Elemente klappten einwandfrei. Doch am Boden wuchs Emma Bartholomäus (MTV Wolfenbüttel) förmlich über sich hinaus, holte mit 14,37 Punkten die höchste Wertung und sicherte sich damit den dritten Platz.

Mit einem Feuerwerk an Sprüngen turnte sich eindrucksvoll Fabienne-Reneé Liepelt (TSV Buchholz 08) auf den ersten Platz bei den 16-17jährigen. Dank ihres sauberen Tsukahara kam Linnea Korbanka von der TG Borgloh-Wellendorf auf den zweiten Rang. Dritte wurde Kim Gärtner vom VfL Hameln.

Wieder zurück im Trainingsalltag zeigte Lucie Gerbrecht (MTV Wolfenbüttel) eindrucksvoll, dass sie sich den Deutschland-Cup zurückholen möchte. Mit einem sagenhaften Ausgangswert von 7,5 Punkten am Balken holte sie hier mit 15,35 Punkten die höchste Wertung und gewann die Gesamtwertung vor Maria Heitmann und Virginie ten Voorde (beide TSV Buchholz 08).

Die ersten zwei jeder Altersklasse werden Niedersachsen am 04.+05. Mai beim Deutschland-Cup in Hösbach vertreten.


Zwei Bronzeplätze für die niedersächsischen Turnerinnen beim Pre Olympic Youth Cup in Essen.

Mit einer sensationellen Balkenübung sicherte sich die 12jährige Anna Carolina Wolpers vom TSV Vordorf den Sieg an diesem Gerät und in der Mehrkampfwertung den dritten Platz. Damit bestätigt sie ihre Zugehörigkeit zum Bundeskader eindrucksvoll.

Mit zweiten Plätzen am Sprung und Stufenbarren turnte sich Karina Schönmeier vom Blau-Weiss Buchholz in der AK14 ebenfalls auf den 3. Platz der Gesamtwertung. Lea Winter hatte leider Pech am Balken und wurde dadurch auf Platz 12 durchgereicht.

Ebenfalls in Essen starteten die Jüngeren in der AK9 bis 11. Als beste niedersächsische Turnerin schnitt Sophia Kratochwille vom TC Arnum mit Platz 5 in der AK10 ab. Gefolgt von Amelie Pagel (TSV Dielmissen) und Juli Friedrich (VfL Eintracht Hannover) auf den Plätzen 6 und 7.

Weitere Platzierungen:

AK9 18. Platz Merle Winter (SC Langenhagen)

AK10 10. Platz Miriam Heene (MTV Wolfenbüttel)

  1. Platz Tessa Hoppe (MTV Jahn Schladen)

AK11 12. Platz Alina Schindler (Blau-Weiss Buchholz)


Nach dem überraschenden Aufstieg in die 1. bzw. 2. Bundesliga haben die Teams der KTG Hannover und TT Kiehn Group Lüneburg im hessischen Dillenburg einen super Start in die Saison hingelegt.

Nach dem späten Entscheid über den Aufstieg konnte die etablierte Mannschaft noch mit Isabell Marquardt aufgestockt werden. Auch die Holländerin Elze Geurts bleibt im Boot. Gut aufgestellt mussten sie aber gleich im ersten Wettkampf der Saison verletzungsbedingt auf Finja Säfken verzichten. Trotz des Handicaps konnten die Hannoveranerinnen im hohen Niveau der ersten Bundesliga mithalten. Am Ende standen180,40 Pkt. als Gesamtergebnis fest. Das bedeutete einen so nicht erwarteten 6.Platz in der Gesamtwertung des 1.Wettkampftages und gleichzeitig einen Vorsprung von fast 7 Pkt. auf die nächstplatzierte Mannschaft aus Köln und sogar 12 Pkt. auf das Team aus Berlin. Der Rückstand auf die Mannheimerinnen betrug auch nur zwei Punkte. Damit sind die Hoffnungen auf einen Klassenerhalt der Hannoveranerinnen um einiges realistischer geworden. In der inoffiziellen Einzelwertung kam Franziska Roeder mit guten 46,10 Pkt. auf Platz 9 und erreichte damit auch gleichzeitig die Qualifikation für die Teilnahme an den deutschen Meisterschaften in Berlin. Zu der fast nur aus Studentinnen bestehenden Mannschaft gehören ebenfalls: Alina Heinemann, Naomi und Ruby van Dijk und Anne Klein.

Genauso überraschend wie der Aufstieg der KTG ist das TT Kiehn Group Lüneburg in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Die Turnerinnen aus Vereinen aus der Region Niedersachsen und Hamburg konnten sich kurzerhand mit Oleksandra Korzh vom Turnzentrum Kiew verstärken und traten so motiviert in die neue Ligaserie. „Unsere sechs Mädchen gingen geschlossen und hochmotiviert in den Wettkampf; sie unterstützten, bejubelten und trösteten einander,“ berichtet die Sportfachliche Leiterin Susanne Tidecks. Und das hatte sich in zweierlei Hinsicht gelohnt: Mit Platz 5, mit nur 0,1 Punkten Rückstand, hat das Team eine tolle Leistung abgeliefert und gezeigt, dass sie nicht nur die Nachrücker sind. Dazu kommt, dass Karina Schönmaier mit 46,35 Punkten nicht nur 5. in der Einzelwertung wurde, sondern auch die Qualifikationspunktzahl für die Deutschen Jugendmeisterschaften geknackt hat. Daneben gehören noch zum Team: Lisa Unger, Jalin Möhlenbrock, Mareen Jacobs, Jasna Ruge.


Super Start für die neuen Landesligen

Erstmals spannend wurde es schon vor dem Ligastart, denn am 09. und 10. Februar kämpften 46 Mannschaften aus den vier Turnbezirken erstmal um die 34 Startplätze in den Landesligen 1-4. Zwei Tage lang wurde in Bad Iburg geturnt, gebangt, die Daumen gedrückt und lautstark unterstützt. Der Chaoswettkampf machte seinem Namen keine Ehre, ob Zeitplan, Wertungen und das ganz drumherum – alles verlief bestens. So konnten die Turnerinnen einen wirklich tollen Wettkampf genießen, die KampfrichterInnen hatten trotz der Mammutaufgabe über beide Tage gute Laune. Schon während der ersten Durchgänge sorgten die Zwischenergebnisse für die ein oder andere Überraschung und so blieb es bis zum Schluss spannend, wer es in welche Liga schafft.

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Re-Start für die Niedersächsische Turnliga

Neu, attraktiver, fairer– so sollen die neuen Landesligen in 2019 das Gerätturnen weiblich in Niedersachsen für Aktive und Zuschauer beleben.

Die wichtigste Neuerung: kein direkter Einstieg in die 4 neuen Ligen über die Bezirksqualifikation. Nur eine Mannschaft pro Turnbezirk steigt in die unterste Landesliga 4 auf. Zwischen den Ligen steigen jeweils zwei Teams am Saisonende auf bzw. ab. Die jährliche Qualifikation über den Bezirk entfällt für die Landesligamannschaften.

Attraktiver wird es durch die höheren Anforderungen: In den Ligen 3 und 4 müssen Kürübungen gemäß LK2 geturnt werden, in der Landesliga (LL2) müssen zusätzlich am Stufenbarren, Balken und Boden B-Abgänge, z. Bsp. Schraubensalto, gezeigt werden. In der höchsten Landesliga1 werden die Anforderungen der LK1 verlangt. Das bedeutet zum Beispiel am Boden akrobatische Verbindungen mit zwei verschiedenen Salti oder am Stufenbarren Elemente mit Handstand, Flugteile und natürlich die schwierigeren Abgänge wie in der LL2. Kürübungen nach LK3 und Pflichtübungen wird es nicht mehr geben.

Fairer wird die Landesliga, weil die Besten aufsteigen müssen. Bisher wurde auch gerne eine Liga tiefer geturnt und dafür gewonnen, anstatt sich mit starker Konkurrenz zu messen.

Die Verbands-und Oberliga fällt damit weg, ebenso wie die Landesklasse, in der bisher das Pflichtprogramm der AK-Aussteiger geturnt wurde.

Erstmals spannend wird es schon vor dem Ligastart, denn am 09. und 10. Februar kämpfen 46 Mannschaften erstmal um die 34 Startplätze in den Landesligen 1-4. Zwei Tage lang wird in Bad Iburg geturnt, gebangt, die Daumen gedrückt und hoffentlich lautstark unterstützt. Und erst am Abend des 10. Februars, wenn die letzte Turnerin ihre Übung beendet hat, werden die Ligen für die Saison 2019 feststehen.


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