Saison 2022 steht: Vier (sechs) Meisterschaften und sieben Ranglistenäufe

In seiner Hauptsitzung hat der Landesfachausschuss die Saison 2022 vorbereitet. Wichtigster Tagesordnungspunkt dieser mittelerweile vierten Landesfachausschusssitzung dieses Jahres war der Terminkalender. Und der stellte sich am Ende wieder gut gefüllt dar.

Das war keine Selbstverständlichkeit, denn noch 24 Stunden vorher waren einige Veranstaltungen entweder nicht sicher oder noch gar nicht geplant. In seiner Online-Tagung konnte der Landesfachausschuss zusammen mit den Bezirks- und Kreisfachwarten sowie Vereinsvertretern einen Terminkalender verabschieden, der sich nahzu wie in einer Vor-Corona-Saison präsentiert.

Drei Einzelmeisterschaften stehen in der Sommersaison auf dem Programm. Die Landesmeisterschaften Lang und Mittel werden im Frühling im Harz ausgetragen, über die Sprintstrecke geht es im Herbst in Hannover. Die Staffelmeisterschaften werden in der Sprintvariante kurz vor der Sommerpause in Wolfsburg ausgetragen. Außerdem kommen noch die Landesmeisterschaften Mittel- und Langstrecke im Ski-Orientierungslauf Mitte Januar im Harz hinzu. Viel Zustimmung erfuhr die Bewerbung des TSV Worpswede um einen Doppelsprint im Frühjahr, der damit erst zum zweiten Mal einen Wettkampf auf Landesebene ausrichtet und somit einen für den Orientierungslauf wenig genutzten Landesteil erschließt. Einen weiteren Doppelsprint wird es im Frühling in Diekholzen geben, ehe im Herbst ein Landesranglistenlauf im Harz und das Landesranglistenfinale am Südrand der Heide die Saison beschließen. Insgesamt dürfen sich die Teilnehmer dabei auf einen sehr hohen Anteil von neuen OL-Geländen freuen.

Weiterhin hat der Landesfachausschuss die Nominierung des D-Kaders 2022 abgesegnet und sich mit einer relativ hohen Anzahl von Anträgen befasst. Wichtigste Neuereung ist die bereits vergangenes Jahr avisierte Anhebung der Startgebühren um einen auf 13 Euro für Erwachsene im kommenden Jahr sowie auf 14 Euro in 2023. Dann steigen auch die Startgebühren für Kinder und Jugendliche um einen auf sieben Euro. Zudem wird in den Rahmenkategorien D/H19K kein Siegershirt mehr in der Rangliste vergeben und die Mindestvoraussetzung für eine Meisterschafts- und Gesamtranglistenwertung sinkt von vier auf drei Teilnehmer aus zwei Vereinen. Weitere Anträge befassten sich mit Altersklasseneinteilungen, Bahnlegung und Kartenmaßstäben, die alle vom Landesfachausschuss zurückgewiesen wurden mit dem Hinweis, dass es in den fraglichen Fällen bereits verbindliche Regelungen des Landesfachausschusses oder in den Wettkampfbestimmungen für Orientierungslauf gibt.

Schließlich hat der Landesfachausschuss bereits einen Blick in die Saison 2023 gewagt. Dann steht am verlängerten Himmelfahrtswochenende das verschobene Erlebnisturnfest in Oldenburg auf dem Programm, auf dem die Landesmeisterschaften Lang und Staffel sowie ein Landesranglistenlauf zusammen mit den Deutschen Hochschulmeisterschaften ausgetragen werden sollen, so wie es für das 2020 wegen Corona ausgefallene Erlebnisturnfest geplant war. Als Ausrichterteam werden der Landesfachausschuss sowie alle engagierten niedersächsischen Orientierungsläufer fungieren. Außerdem wird Niedersachsen 2023 oder 2024 mit der Ausrichtung des Jugend- und Juniorenländervergleichskampfs (JJLVK) betraut werden.

Die einzelnen Ergebnisse können im Protokoll der Landesfachausschusssitzung nachgelesen werden. Der Landesfachausschuss wird binnen Wochenfrist zu seiner fünften und letzten Sitzung dieses Jahres zusammenkommen, unter anderem um die am 4. Dezember stattfindende Bundestagung nachzubesprechen.

Eike Bruns


 

Der Lotto-OL lebt weiter

Neben dem Seesener Nacht-OL zählt der Mündener Lotto-OL zu den traditionsreichen, eher breitensportlich ausgerichteten Herbstveranstaltungen in Südniedersachsen. Erfunden und entwickelt wurde das Format in den 1980er Jahren von Walter Rehbein mit dem zentralen Bestandteil der „Ziehung“ der sechs Lotto „Zahlen“ (A oder B), was zu 64 möglichen Varianten auf den Stempelkarten der Teilnehmer führt.

Ja, ebenso wie in Seesen gibt es hier noch die alten Stiftzangen, und das ist gut so. Walter ist inzwischen 85 Jahre alt und hat sich vor zwei Jahren nachvollziehbar aus der Organisation verabschiedet, ließ es sich aber nicht nehmen, vorbeizuschauen und zumindest die sechs Lotto-Posten abzuwandern. In seine Fußstapfen ist zum Glück nun ein junges Team der TG Münden getreten, angeführt von Dorothea Kirves und Ann-Charlotte Spangenberg.

Massiv erschwert wurde der Start des Teams durch die Corona-Pandemie, die im letzten Jahr eine Durchführung unmöglich machte und auch jetzt für große Schwierigkeiten sorgte. Dank eines gut durchdachten Hygienekonzeptes auf Basis von „2G“ für über 18jährige und „3G“ für Jüngere konnte am 21. November die 31. Auflage des Lotto-OLs doch noch stattfinden, und es kamen knapp 100 Teilnehmer aus Südniedersachsen und Nordhessen. Ausgangspunkt war das Dorfgemeinschaftshaus in Oberode bei Hedemünden.

Die 15 Posten, sechs Lotto-Posten und neun freie Posten, lagen gut verteilt im Dorf und auf den Wiesen drumherum mit vielen Möglichkeiten der Anlauffolge, so dass die Läufer nach dem gemeinsamen Start um 10 Uhr schnell verteilt waren. Fast alle kamen innerhalb der angesetzten Maximalzeit von 60 Minuten zurück.

Die schnellsten Zeiten mit allen Posten erreichten Ole Hennseler (21 Min.) bei den Herren und Birte Friedrichs (26 Min.) bei den Damen, beide vom MTV Seesen, der auch die Mannschaftswertung für sich entscheiden konnte. In der Wertung um den Jugendpokal (bis 16 Jahre) gewann knapp die TG Münden vor dem OLV Uslar und dem MTV Seesen.

In der Sporthalle des Dorfgemeinschaftshauses konnten mit viel Platz und Abstand Kaffee und Kuchen sowie Kartoffelsalat und Würstchen angeboten werden, was sehr gut ankam. Abschließender Höhepunkt war die von allen mit Spannung erwartete „Ziehung“ der Lotto-Zahlen beziehungsweise -Buchstaben, wobei es diesmal zum ersten Mal seit langem niemanden gab, der alle Sechs richtig hatte, wohl aber zwei Läufer mit Null Richtigen, was genauso wahrscheinlich ist.

Ein großer Dank geht an das Organisationsteam der TG Münden, das aus den schwierigen Rahmenbedingungen das Beste gemacht hat, verbunden mit der Hoffnung, dass es in den nächsten Jahren wieder leichter wird. Der Lotto-OL gehört im Herbst einfach dazu.

Stephan Schliebener


 

Entspannter 39. Seesener Nacht-Orientierungslauf

Nach der Corona-bedingten Absage im Vorjahr konnte der 39. Seesener Nacht-Orientierungslauf am Samstagabend fast wie gewohnt durchgeführt werden. Mit Rücksicht auf die Hygieneregelungen wurde auf einige Standards wie das Aushängen von Ergebnissen oder das Verteilen von Urkunden verzichtet, was dazu führte, dass der Abend für die Organisatoren des MTV Seesen recht entspannt ablief. Die dann immerhin angetretenen 140 Teilnehmer brauchten dafür aber nicht auf den traditionellen Glühwein oder Kinderpunsch nach dem Lauf zu verzichten.

Auf der kurzen schweren Strecke mit einer Luftlinienlänge von 4,2 km siegte Anke von Gaza (OLV Uslar) knapp vor Ivana Knaupova (Braunschweiger MTV). Die lange schwere Strecke, auf der 6,7 km Luftlinie bei 150 Höhenmetern zu absolvieren waren, war eine Domäne des Nachbarvereins MTK Bad Harzburg mit fünf Platzierungen unter den ersten Acht. Dabei ist mit Tom Buchholz ein neuer Sieger auf dieser Königsstrecke zu verzeichnen. Ihm  gelang es, den „Fast-Abonnementsieger“ Eike Bruns um gut zwei Minuten zu distanzieren, der  allerdings die letzten beiden Posten ohne Licht anlaufen musste, weil die Stirnlampe ausgefallen war.

Detlev Friedrichs


 

Späte Landesmeisterschaften sind auch Finale der Deutschen Parktour

Ungewöhnlich spät wurden die letzten Landesmeisterschaften dieses Jahres ausgetragen. Sogar eine Woche nach dem Landesranglistenfinale waren am Sonntag die Niedersächsischen Sprintmeisterschaften der letzte Wettkampf auf Landesebene in dieser Saison und zugleich das Finale der Deutschen Parktour 2021. In der Braunschweiger Weststadt ging es in einer gelungenen Veranstaltung damit um die niedersächsischen Sprint-Medaillen und die letzten DPT-Punkte.

In der Damenhauptklasse D19 sicherte sich dabei Birte Friedrichs vom MTV Seesen im direkten Duell mit Paula Starke (USV TU Dresden) nicht nur den Landesmeistertitel sondern auch das begehrte DPT-Trikot. In der H19 kam Marvin Goericke (IHW Alex Berlin) knapp vor seinem Nationalmannschaftskollegen Ole Hennseler (MTV Seesen) ins Ziel und gewann mit diesem Sieg noch die Ranglistenwertung der Deutschen Parktour.

Ein weiteres spannendes direktes Finale gab es in der H35, wo Björn Frieling (TuS Bergen) mit seinem ersten Platz nicht nur Landesmeister wurde, sondern auch noch Marcel Göhler (CTG Koblenz) um 2,7 Punkte in der Gesamtwertung auf Platz zwei verwies.

Darüber hinaus fielen noch zwei rein niedersächsische Entscheidungen zwischen den benachbarten Vereinen aus Wolfsburg und Braunschweig. Hatte in der D14 Jule Weigert vom TV Jahn Wolfsburg die Nase vorn vor Jana Knaup vom Braunschweiger MTV, so holte sich Bruder Jonas Knaup in der H16 Gold und das DPT-Trikot vor Marco Urzua-Wöhrer aus Wolfsburg.

Aus Niedersachsen-Sicht weitere erfreuliche DPT-Siege holten mit ihrem jeweils ersten Platz in der Landesmeisterschaft Anna Castilho Marcao (D18, SV Hildesia Diekholzen), Anke von Gaza (D45, OLV Uslar), Birgitt Michel (D75, TV Jahn Wolfsburg), Christoph Freudenfeld (H45, TSV Worpswede), Udo Sobczak (H65, MTV Soltau) sowie Ivana Knaupova, die als Ausrichterin vom Braunschweiger MTV zwar nicht startberechtigt war, aber schon vorzeitig die Gesamtwertung zu ihren Gunsten entschieden hatte.

Jens Struckmann/Eike Bruns


 

Knappe Entscheidungen beim Ranglistenfinale

Da hat sich in einigen Kategorien zum Abschluss noch einmal das Blatt gewendet. Das Landesranglistenfinale am Sonntag in Hildesheim sorgte für Spannung. Unter anderem in der Herren-Hauptkategorie stand bis zuletzt der Sieger nicht fest. Das Trikot des Ranglistensiegers konnte sich am Ende erstmals Aaron Wandelt vom MTV Seesen überstreifen. Bei den Damen stand hingegen dessen Vereinskameradin Birte Friedrichs schon vorher als Gesamtsiegerin fest.

Es war wieder einmal ein würdiges Finale, das erneut der SV Hildesia Diekholzen routiniert über die Bühne brachte. Dabei hatte der Ausrichterverein zuletzt noch mit Genehmigungsproblemen kämpfen und kurzfristig das Wettkampfgelände umplanen müssen. Ein Umstand, der die Qualität der Veranstaltung nicht im Mindesten trübte.

Zum Abschlus galt es, die Siegertrikots zu überreichen - dieses Jahr in Silber gehalten. Keine Viertelstunde nach der letzten Entscheidung hatte Ranglistenführer Jens Struckmann alle Ergebnisse fertig berechnet und konnte die Ehrung vornehmen. Das beinhaltete auch die Sonderehrung der Siegerin der höchsten Altersklasse mit dem Maria-Stübig-Gedächtnispokal. Wie im Vorjahr ging dieser an Birgitt Michel vom TV Jahn Wolfsburg.

Und trotz des Finales ist noch nicht Schluss. Coronabedingt weicht dieses Jahr der Terminkalender von anderen Jahren ab. So musste das Landesranglistenfinale entgegen dem Grundsatzbeschluss des Landesfachaussschusses in die Ferien gelegt werden. Auch wenn es des letzte Herbstferientag war, blieben die Teilnehmerzahlen mit rund 130 entsprechend etwas unter dem Durchschnitt. Den Abschluss der Saison auf Landesebene bilden aber die Niedersächsischen Meisterschaften im Sprint, die am Sonntag in Braunschweig ausgetragen werden.

Eike Bruns


 

Bezirksmeistertitel gehen nach Seesen

Bei den 10. offenen Bezirks-, Kreis- und Vereinsmeisterschaften haben sich Birte Friedrichs und Ole Hennseler vom MTV Seesen erwartungsgemäß jeweils den Bezirks- und auch den Kreismeistertitel geholt. Die traditionell vom MTK Bad Harzburg ausgerichteten Titelkämpfe fanden heute Nachmittag auf dem Dietrichsberg bei Clausthal-Zellerfeld statt. Unter besten äußeren Bedingungen ging es durch teilweise sehr offene Wälder, in denen sich die Borkenkäferschäden noch in Grenzen hielten. Zudem gab es auch einige anspruchsvolle Posten in steileren Hängen mit kleinen Felspartien. Insgesamt zeigten sich alle Teilnehmer sehr zufrieden.

Eike Bruns


 

Mittelstreckenmeisterschaften in Misburg

Volles Programm für Niedersachsens Orientierungsläufer. Nach den Landeslangstreckenmeisterschaften und den Deutschen Meisterschaften folgten ohne Pause am Sonntag die Niedersächsichen Meisterschaften über die Mittelstrecke. Der TK Hannover hat nach Misburg eingeladen.

In dem im Nordosten der Landeshauptstadt gelegenen Stadtteil erwartete die Teilnehmer ein flaches, teilweise sehr gut belaufbares Gelände, das schon für das Deutsche Turnfest 1978 genutzt wurde. Vor allem viele ehemalige Bombenkrater sorgten für den orientierungstechnischen Anspruch.

Die Titel in den Hauptklassen gingen erwartungsgemäß an die Favoriten vom MTV Seesen. Birte Friedrichs gewann bei den Damen, Ole Hennseler bei den Herren. Auf Landesebene geht es schon zum Ende der Herbstferien weiter dem spannenden Landesranglistenfinale.

Eike Bruns


 

Erstmals wieder Landesmeisterschaften

Knapp zwei Jahre hat es gedauert bis es wieder Niedersächsische Meisterschaften im Orientierungslauf gab. Zwar konnten die Orientierungsläufer auch in Corona-Hochphasen Wettkämpfe austragen, allerdings nicht mit allen Rahmenbedingungen, die eine Meisterschaft ausmachen. Am Wochenende war es nun soweit. In Bovenden wurden die Titelkämpfe über die Langdistanz ausgerichtet. Und der Bovender SV bereitete nördlich von Göttingen sehr würdige Titelkämpfe für die Teilnehmer. Für den Landesfachausschuss ein Grund zu doppelter Freude: Nicht nur ein Stück Normalität versprachen die Meisterschaften, sondern der Bovender SV verfügt über eine der jüngsten Orientierungslauf-Sparten Niedersachsens, die mit dem Wettkampf großes Organisationstalent bewies.

Frisch präsentiere sich dann auch das Podium in den Hauptklassen, das nicht von langjährigen Favoriten geprägt war. Bei den Damen gewann Pia Buchholz vom MTK Bad Harzburg, bei den Herren Kilian Lilje vom TSV Worpswede.

Eike Bruns


 

Niedersachsen wird wieder Zweiter beim JJLVK

Erhofft? Ja. Und dennoch war die Freude im Trainerstab groß, dass der niedersächsische Nachwuchs wieder Rang zwei beim Jugend- und Juniorenländervergleichskampf (JJLVK) geholt hat. Beim wichtigsten Nachwuchswettkampf auf Bundesebene, der dieser Jahr nach der Coronapause vom OK Mark Brandenburg ausgerichtet wurde, verteidigten die Niedersachsen ihre Vorrangstellung hinter den Sachsen. Nach dem Einzelrennen am Samstag sah es noch knapp aus. Bayern schien die besseren Karten zu haben, doch der Staffelwettbewerb am Sonntag war eine klare Angelegenheit für die Niedersachsen, die nun schon Platz zwei mehrfach in Serie geholt haben.

Eike Bruns


 

In Niedersachsen startet die Bundesebene neu

Endlich wieder Deutsche Meisterschaften. Nach knapp zwei Jahren endete die Coronapause auf Bundesebene für die Orientierungsläufer - und zwar in Niedersachsen. Der MTV Seesen richtete die Deutschen Meisterschaften über die Mitteldistanz mit einem anschließenden Bundesranglistenlauf über die Langdistanz in Wildemann aus.

Das Gelände westlich des Innerstetals hielt Überraschungen für die Teilnehmer bereit. Denn ein technisch extrem anspruchsvolles Karstgelände wechselte sich mit den typischen Harzer Steillagen, die durch Altbergbau geprägt sind, ab. Die Seesener scheuten keine Mühen, ein aufwendiges Corona-Konzept umzusetzen und hatten anspruchsvolle Bahnen gelegt. Die größte Freude bereitete den Teilnehmern aber vor allem, nach der langen Zeit mal wieder einen fast "normalen" Wettkampf auf Bundesebene laufen zu dürfen.

Eike Bruns


 

Schneller Start in die zweite Saisonhälfte

Mit dem 5. Landesranglistenlauf startete die zweite Saisonhäfte der niedersächsischen Orientierungsläufer sehr zügig. Der SSV Langenhagen hatte den Lauf als Sprint ausgerichtet. Am Nordrand der Landeshautpstadt ging es vor allem durch Wohngebiete, aber auch kleinere, gut belaufbare Waldgebiete mussten die Teilnehmer vor allem zum Abschluss der Bahnen passieren. Entsprechend hoch war das Lauftempo und schnell die Siegerzeiten nahe dem Silbersee, der schon einmal Schauplatz Deutscher Sprintbestenkämpfe war. Insgesamt war es ein sehr gelungener Start nach der Sommerpause. Nun müssen die niedersächsischen Orientierungsläufer umdenken. Denn nach dem flachen Sprint durch Langenhagen stehen die steilen Hänge des nördlichen Göttinger Waldes auf dem Programm, wenn am 25. September der SV Bovenden zu den Landesmeisterschaften über die Langstrecke einlädt.

Eike Bruns


 

2021 stehen wieder Landesmeisterschaften auf dem Programm

In diesem Jahr soll es wieder Landesmeisterschaften geben. Das hat der Landesfachausschuss auf seiner mittlerweile dritten Tagung dieses Jahres kurz vor der Sommerpause beschlossen. Aus Corona-Gründen gab es 2020 nur Landesranglistenläufe, weil die Grundvoraussetzung für Landesmeisterschaften, eine ausgeloste Startliste mit festen Startzeiten und -abständen, nicht angeboten werden konnte. Dieses Jahr hat sich die Lage so weit entspannt, dass das nun wieder möglich scheint.

Nach längerer Diskussion hat der Landesfachausschuss Grünes Licht gegeben für die Landesmeisterschaften Langdistanz am 25. September in Bovenden und Mitteldistanz am 10. Oktober in Hannover-Misburg. Die Landesmeisterschaften Sprint sollen auch stattfinden. Allerdings kann der Ausrichter Braunschweiger MTV nur den 7. November als Veranstaltungsdatum anbieten. Das liegt schon nach dem Landesranglistenfinale am 31. Oktober in Diekholzen. Entsprechend sind die Sprintmeisterschaften kein Landesranglistenlauf. Die Rangliste wird also auf acht Läufe gekürzt, nach wie vor zählen aber die besten fünf Ergebnisse.

Eine Option wäre gewesen, den Landesranglistenlauf Sprint am 5. September in Langenhagen zu Meisterschaften zu erklären. Jedoch bat der Ausrichter SSV Langenhagen darum, davon Abstand zu nehmen, um die Organisation nicht zu aufwendig werden zu lassen. Diesem Wunsch entsprach der Landesfachausschuss. Der Landesranglistenlauf findet daher mit Startfenstern und in gewissem Umfang frei wählbaren Startzeiten statt.

Als Handlungsempfehlung gab der Landesfachausschuss noch einmal einen Leitfaden für die Ausrichtung von Wettkämpfen unter Coronabedingungen mit. Das Protokoll der Sitzung und der Corona-Leitfaden sind unter den Links abrufbar.

Eike Bruns


 

Urbane Mitteldistanz durch Wolfsburg

Zugegebenermaßen gibt es das Wettkampfformat "urbane Mitteldistanz" nicht im Orientierungslauf. Dennoch hat es der TV Jahn Wolfsburg geschafft, seinen Sprint-Landesranglistenlauf am Sonntag in diesem Format auszurichten.

Im Stadtteil Reislingen der Automobilstadt führten die Strecken rund um die Vereinsanlagen des TV Jahn zwar durch die für Wolfsburg typischen weitläufigen Wohnanlagen, die in Wiesen- und Bachauen eingebettet sind. Aber ebenso galt es, einen Waldgürtel mehrfach zu durchqueren, der durch die derzeit außergewöhnliche Witterung eine recht üppige Vegetation aufweist. Entsprechend orientierten sich die Siegerzeiten eher an einem Mitteldistanz-Niveau, obwohl die Streckenlängen durchaus sprinttypisch waren. Insgesamt bot das Gelände, das der TV Jahn neu für Orienteierungslauf erschlossen hatte, einen guten Anspruch für alle Teilnehmer. Rund 180 waren nach Ostniedersachsen gekommen, um den letzten Landesranglistenlauf vor der Sommerpause zu absolvieren - eine erneut sehr zufriedenstellende Resonanz.

In der Damen-Hauptkategorie fuhr Birte Freidrichs vom MTV Seesen ihren vierten Sieg im vierten Rennen ein und setzte sich vor ihrer Vereinskameradin Meike Hennseler und überraschend deutlich vor Nationalmannschaftskameradin Paula Starke vom TU USV Dresden durch. Damit trennt sie bereits jetzt bei noch ausstehenden fünf Läufen nur noch ein Sieg vom Gesamtsieg der Landesrangliste dieses Jahres. Bei den Herren nutzte Lokalmatador Magnus Struckmann vom Braunschweiger MTV die Abwesenheit von Favorit Ole Hennseler vom MTV Seesen und gewann vor Nilas Stamer vom MTK Bad Harzburg und Aaron Wandelt vom MTV Seesen.

Nach der Sommerpause geht es weiter - ebenfalls mit einem Sprint - am 5. September im Langenhagen.

Eike Bruns


 

Eine kleine Kultveranstaltung vor dem Abschluss der Frühjahrssaison

Bei bestem Sommerwetter konnte die 5. Auflage des Diekholzener 2 x 24 Minuten-OL wie gewohnt starten. Die 16 teilnehenden Teams hatte 12 verschiede Bahnen zur Auswahl. Bahnlängen zwischen 200 und 700m sorgten für viel Abwechselung. Mit 11 von 12 möglichen Wechseln konnten die OLords mit Till und Christian Buchberger das Rennen für sich entscheiden. Der Zweite Platz ging an Tom Buchholz der als "one man show" 11 Bahnen alleine durchgelaufen ist. Auf dem dritten Platz ladeten die "Brainstormer" mit Till Rake und Aaron Wandelt.

Selbst die beiden letzten Teams konnten sechs der sehr unterschiedlichen Bahnen absolvieren. Immerhin ging es in dem historischen Industriegelände auch durch Wald und Bachtal. Der viele Regen der vergangenen Monate hatte die Vegetation geradezu explodieren lassen und die steilen Hänge sehr aufgeweicht.

Im Anschluss haben fast alle Läufer das gute Wetter für eine gemütliche Grillparty genutzt. Auch wenn es noch nicht ganz der Abschluss der Frühjahrssaison war, die (coronakonforme) "Zielwiese" haben alle seit langem vermisst.

Joachim Stamer


 

Dreimal Rangliste in sechs Tagen

Niedersachsens Orientierungsläufer sind "mit Wumms" in die Saison gestartet. Drei Landesranglistenläufe in sechs Tagen - eine Konstellation, die es so auch noch nicht gegeben hatte. Nach dem Auftakt im Harz ging es keine Woche später in und um Hamburg weiter. Coronabedingt wurde das Hamburg-Wochenende auf einen Tag komprimiert. So stand am Vormittag ein Sprint im Volkspark an, am Nachmittag folgte eine Mitteldistanz in Rosengarten.

Die beiden Ausrichtervereine OSC Hamburg und SC Klecken haben diese Konstalltion schon ein paar Mal geübt. Allerdings meistens eher als Zwei-Tages-Veranstaltung. Apropos geübt: Die Doppelveranstaltung war die Generalprobe für die Deutschen Meisterschaften Sprint und Mitteldistanz, die beide Vereine in dieser Konstellation kommendes Jahr ausrichten - allerdings dann wieder auf zwei Tage verteilt. Und über eines waren sich die Teilnehmer einig: Die Generalprobe war gelungen.

Am Samstag zeigten sich in den Hauptklassen vor allem die Aktiven des MTV Seesen gut auflegt. Birte Friedrichs gewann beide Rennen bei den Damen, Ole Hennseler war bester Niedersachse bei den Herren, konnte allerdings jeweils nicht die Bestzeit des Berliners Marvin Goericke knacken. "Fun fact" am Rande: Mit den drei Läufen in sechs Tagen sind auch gleich alle drei Einzeldisziplinen (Lang, Mittel und Sprint) ausgetragen worden. Doch damit herrscht beileibe keine Sommerpause. Noch vor den Ferien richtet der TV Jahn Wolfsburg den vierten Landesranglistenlauf am 18. Juli aus.

Eike Bruns


 

Gelungener Start in die Saison

Die Orientierungslauf-Saison mit Wettkämpfen in Präsenz ist gestartet. In Hahnenklee im Oberharz gab es nach einem Stadtsprint des OLV Uslar am Samstag die Deutschen Hochschulmeisterschaften und den ersten Landesranglistenlauf des MTK Bad Harzburg über den Hahnenkleer Berg am Sonntag. Der Seesener Ole Hennseler sicherte sich den Sieg für die WG Göttingen. An die WG Göttingen ging durch Paula Starke auch der Sieg bei den Damen, beste Niedersächsischen war die Seesenerin Birte Friedrichs von der WG Hannover.

Die TU Clausthal hatte zusammen mit dem MTK die ersten Hochschulmeisterschaften in Präsenz seit Februar 2020 (!) ausgerichtet. Entsprechend angetan zeigten sich nicht nur TU-Vizepräsidentin Heike Schenk-Mathes, sondern auch Thorsten Hütsch, Sportdirektor des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes (adh). Die knapp 270 Teilnehmer zeigten sich vor allem vom malerisch im Hahnenkleer Kurpark gelegenen Wettkampfzentrum angetan. Die anspruchsvollen Strecken über den Hahnenkleer Berg hatten in einigen Bereichen in den vergangenen, sehr warmen Tagen einen üppigen Vegetationszuwachs erfahren.

Eike Bruns


 

Landesfachausschuss legt Saisonstart fest

In seiner zweiten Sitzung des Jahres hat der Landesfachauschuss den Startschuss für die Saison 2021 gegeben. Am 19. Juni geht es mit einem offenen Sprint in Hahnenklee los. Am Folgetag geht es weiter mit dem 1. Landesranglistenlauf über die Langdistanz zusammen mit den Deutschen Hochschulmeisterschaften ebenfalls in Hahenenklee.

Nur eine Woche später steht das auf einen Tag komprimierte "Hamburg-Wochenende" unter anderem mit dem 2. Landesranglistenlauf über die Mitteldistanz an. Den Abschluss der ersten Saisonhälfte macht noch vor den Sommerferien die urbane Mitteldistanz am 18. Juli in Wolfsburg.

Grundlage ist ein Hygiene-Konzept, das der Landesfachausschuss im Entwurf diskutiert hat. Aufgrund sich mehrfach ändernder Vorschriften hat das aber noch keinen allgemeingültigen Charakter. Näheres sind dem Konzeptentwurf und dem Sitzungsprotokoll zu entnehmen.

Eike Bruns


 

Über den Saisonstart wird Mitte Mai entschieden

Der Landesfachausschuss hat in seiner ersten Sitzung des Jahres 2021 am 20. April über den möglichen Saisonstart beraten. Absehbar scheint zu diesem Zeitpunkt, dass eine Entspannung der Pandemielage im Sommer möglich ist und Orientierungslaufveranstaltungen ähnlich wie im Vorjahr ausgerichtet werden können. Eine genauere Planung will der Landesfachausschuss in seiner nächsten Sitzung Mitte Mai vornehmen.

Eike Bruns

Zum Protokoll der 1. Arbeitstagung 2021 am 20. April


 

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