Sehr gut besuchte Landesmeisterschaften

Rund 300 Teilnehmer bei einer Orientierungslauf-Landesmeisterschaft - das ist schon eine außergewöhnlich gute Beteiligung. Der SC Klecken hatte allerdings auch den Vorteil, dass nicht nur aus Niedersachsen, sondern auch aus Hamburg und Schleswig-Holstein und selbst aus Dänemark, wo gerade erst die Sommerferien zu Ende gehen, und weiteren skandinavischen Ländern Teilnehmer anreisten.

Die Landesmeisterschaften über die Mitteldistanz am Sonntag waren allerdings auch ein Bestandteil einer Drei-Tage-Veranstaltung, die der SC Klecken zusammen mit dem OSC Hamburg angeboten hatte. Los ging es mit einem Sprint-Prolog am Freitag am Elbstrand. Am Samstag stand dann ein Sprint in der Hamburger Hafen-City an, ehe am Sonntag die Titelkämpfe in Rosengarten-Tötensen folgten.

Dort erwartete die Teilnehmer ein eiszeitliche geformes Gelände. Mit 20 bis 23 Grad zeigte sich das Wetter nach der Hitze der vergangenen Tage von der besten Seite. Es war ständiger Kartenkontakt und das Erkennen der unterschiedlichen Täler und Mulden gefragt, was selbst die erfahrensten Läufer stark fordert. Daher bekamen die Ausrichter nur positive Rückmeldung.

Die Ergebnisse sind unter http://www.sc-klecken.de/das-sportangebot/orientierungslauf/hamburg-ol-2018 und auf www.hamburg-ol.de zu finden.

Eike Bruns


 

Noch Tickets für den Showwettkampf

Nach dem Erfolg von 2016 zeigte der NTB erneut das Spektrum seiner Leistungssporten bei einem Showwettkampf. Noch gibt es Tickets für die Veranstaltung am Samstag, 18. August, in Hannover, bei der die Orientierungsläufer wieder eine gekonnte Brücke zu den Hallensportarten schlagen. Mehr Details gibt es hier.

Eike Bruns


 

Niedersachsens Nachwuchs trumpft bei Junioren-WM auf.

Bei den Junioren-Weltmeisterschaften im ungarischen Kecskemét wird das deutsche Aufgebot von einem Gutteil Niedersachsen gestellt. Und die zeigen entsprechende Lesitung. Ole Hennseler vom MTV Seesen belegte auf der Landstrecke einen beachtenswerten zwölften Platz. Beste deutsche Dame war seine Vereinskameradin Birte Friedrichs als 37.

Über die Sprintdistanz trumpfte Ann-Charlotte Spangenberg von der TG 1860 Münden auf, die auf Rang 30 einkam. Ein Fehler verhinderte, dass sie nicht noch fünf Plätze weiter vorne landete. An diesem Tag stellte aber der Westfale Colin Kolbe (TuS Lübbecke) alles in den Schatten, als er bei den Herren für die erste deutsche Goldmedaille bei einer Junioren-WM seit 27 Jahren sorgte.

Eike Bruns


 

Michael Finkenstädt holt WM-Gold

Bei den Senioren-Weltmeisterschaften in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen stach wieder ein niedersächsischer Orientierungsläufer hervor. Michael Finkenstädt vom OLV Uslar holte sich Gold in der Herren 50 über die Sprintdistanz. Zwei weitere Chancen gibt es noch über die Mittel- und die Langdistanz bei diesen Senioren-Weltmeisterschaften, die mit knapp 4200 Teilnehmern zu den drei größten Titelkämpfen, die bislang ausgetragen wurden, gehört.

Eike Bruns


 

3. Auflage des 2x24-Minuten-OLs in Diekholzen

20 2er-Teams in bunter Zusammenstellung können dabei bis zu 12 verschiedene Bahnen im Staffelmodus absolvieren. Die Bahnanlage orientiert sich am legendären Türinger 24-Stunden-OL. Es gibt vier Bahn-Typen, short-easy, long-easy, short-difficult und long-difficult jeweils 3 mal zu bestehen.

Die kurzen Bahnen waren teilweise in Laufzeiten um die 2 Minuten zu absolvieren. Das Wettkampfzentrum lag dieses mal in Stamers Garten, mitten im Werkgelände Diekholzen, einer alten Munitionsfabrik aus den 30ern.

Die stärksten Teams schafften alle Bahnen in der Maximalzeit von 48 Minuten. Das Team "Artengo" mit Nilas Stamer und Anna Marcao gewann mit einer sagenhaften Gesamtzeit von 39:44. Danach wurde es spannend denn das Verfolgerteam "Biker" mit Dirk Strauß und Marcel Trzewik verlor den sicheren zweiten Platz mit einem Fehlstempel auf der letzten Bahn. Sehr zur freude von "Dick und Doof" mit Marlen Steinhoff und Lina Buchberger die dann auf Pltz Zwei landeten. Der dritte Platz ging dann an das "T Team" mit Till Buchberger und Tom Buchholz. Eigentlich hätte dies der zweite Platz werden sollen, aber auch hier sorgte ein Fehlstempel auf der LE2 für einen Ausfall.

Nach der zügigen Siegerehrung wurde der Grill angezündet. Einige der Teilnehmer saßen dann noch bis in die frühen Morgenstunden am Lagerfeuer beisammen.

Am Samstag waren nach dem Ausschlafen zwei Anspruchsvolle Trainings des Landesstützpunktes Diekholzen angesetzt. 13 D-Kader liefen zusammen mit Landestrainer Jo Stamer noch einen Score-OL mit 13 Posten und ein Staffeltraining mit hohem Lauftempo.

Joachim Stamer


 

95 Sender in vier Tagen : Niedersächsisches Peilsportwochenende ist großer Erfolg

Beim Niedersächsischen Peilsportwochenende vom 10. bis 13. Mai konnten Deutschlands „Fuchsjäger“ in vier Tagen insgesamt 95 Peilsender aufspüren. Neun unterschiedliche Peilwettbewerbe wurden durch einen Postennetz-Orientierungslauf und einen kurzweiligen Orientierungs-Übungsparcours auf dem Sportplatz abgerundet.

In Diekholzen hatte Wettkampfleiter Gerhard Kottschlag ein perfektes Umfeld für die rund 70 Teilnehmer und Helfer gefunden: Wettkampfzentrum war der Sportplatz des SV Hildesia Diekholzen mit Duschen und kleiner Gaststätte, direkt am Wettkampfgelände. Nur wenigen Gehminuten entfernt diente eine Turnhalle als Massenquartier. Gegenüber der Halle bot ein Bäcker auch am Sonntag Frühstück ab 7 Uhr morgens an. Während einige Nachbarregionen von schweren Unwettern betroffen waren, hatten die Peilsportler in Diekholzen Glück, die freundlichen Bedingungen hielten bis Sonntag an.

Das Programm begann am Donnerstag nachmittag mit einem spontanen Training im 2m Funkfrequenzbereich, der unter Peilsportlern als anspruchsvoll, bisweilen sogar tückisch gilt. Gleich darauf folgte ein einfaches Foxoring in Verbindung mit einem Geocaching-Angebot, bei dem die Kartenarbeit im Vordergrund stand. Am Freitag konnten sich die Teilnehmer auf die Wettbewerbsform Sprint einstimmen. In dieser Disziplin geben 10 Senderposten Funksequenzen von nur jeweils 12 Sekunden Dauer ab, in dieser Zeit muss die komplette Richtungserfassung abgeschlossen sein, um den Posten aufzuspüren. Ohne Berücksichtigung der Altersklassen geplant, war der erste Wettbewerbslauf noch von Laufzeiten über 30 Minuten geprägt. Das bergige Gelände hatte der geplanten Strecke eine ordentliche Verschärfung gegeben. Beim zweiten Sprintlauf des Tages war die Strecke kürzer und enthielt weniger Anstiege. Mit einer Siegerzeit von unter 18 Minuten für den schnellsten Herrn war die Sprint-Vorgabe von 15 Minuten für 10 versteckte Sender gut getroffen.

Zwischen den beiden Läufen gab es eine weitere Möglichkeit für Training im 2m-Funkband. Hier halfen die jugendlichen Sportler in kleinen Teams mit, die Sender im Gelände aufzubauen. Wem das Tagesprogramm noch nicht reichte, konnte abends auf dem Sportplatz bei "Go4Orienteering" seine Konzentrationsfähigkeit und Schnelligkeit testen. Auf einem überschaubaren Raster von Kontrollpunkten galt es, die Posten schnell in der richtigen Reihenfolge abzulaufen. Was mit einer durchgehenden Bahn noch leicht fiel, wurde in Variationen der Aufgabenstellung erstaunlich schwierig.

Am Samstag vormittag hatten die einheimischen Orientierungsläufer einen Postennetz-Orientierungslauf aufgebaut. Die Peiltechnik konnte so kurz beiseite gelegt werden, um sich ganz auf die Routenwahlentscheidungen auf der frisch aktualisierten Karte zu konzentrieren.

Kern des Peilsportwochenendes waren die Internationalen Deutschen Meisterschaften im Sprint und im Foxoring, die allein fast die Hälfte der Gesamtsenderzahl beitrugen. Die Winterstürme hatten dem Wettkampfgelände mit teils erheblichem Windwurf zugesetzt. Zum Glück war der südliche Hang des dominanten Höhenzugs weitgehend verschont geblieben. Gerhard und der Technische Delegierte Kai Pastor arbeiteten bis in die Nacht an den Bahnplanungen für die Foxoringläufe, um gefährliche und gesperrte Gebiete aus den Routen der Wettkämpfer herauszuhalten.

Deutscher Foxoring-Meister der Kategorie M16 wurde Johannes Balke aus dem Orstverband Ahlhorn, in der Kategorie M60 gewann Bernd Höfner vom Ortsverband Osterode, der auch Orientierungslauf im OLV Uslar betreibt.

Für die Sprintmeisterschaft wurde ein anderes Gelände genutzt. Ein sanft ansteigender, über weite Strecken gut belaufbarer Laubwald entschädigte für den etwas längeren Fußweg vom WKZ. Leider kam es hier gegen Ende zu einem Ausfall eines Senders. Ein Wettkämpfer dürfte an einem bodennahen Drahtelement der Antenne hängengeblieben sein und dabei versehentlich den Anschluss an den Sender abgerissen haben. Ausrichter und Helfer analysierten noch einige Tage danach die Auswirkungen auf die Ergebnisse, insbesondere auf die Medaillenvergabe.

Für die tolle Ausrichtung des langen Trainings- und Wettbewerbswochenendes und den großen Einsatz geht ein dickes Dankeschön an Gerhard und alle Helfer. 95 Sender ins Gelände zu tragen, wieder einzusammeln, und Start, Ziel und Auswertung durchzuführen, war nur durch die vielen Freiwilligen möglich.

Nachdem einige Jugendliche am vollen Programm aus 2m-Wettbewerben, Sprint, Foxoring und Orientierunglauf teilgenommen hatten, konnte Jugendtrainerin Kathrin Berse sieben Jugendliche für die Jugend-WM 2018 nominieren. Zu dieser internationalen Meisterschaft, die im Juli in Tschechien ausgetragen wird, entsendet der DARC ein Team aus vier Mädchen und drei Jungen.

 

Kai Pastor/Gerhard Kottschlag

 

Offizielle Kooperationspartner des NTB