DM-Knock-Out-Sprint

Atemlos ging es am Pfingstsonntagnachmittag dann für Ausrichter, Zuschauer und Athleten in den Klassen DH15-18 und DH Elite wieder zurück zum Gestüt in Bündheim. In den erstmalig ausgetragenen DM-Halbfinals des KO-Sprints kämpften ab 17h dann jeweils sechs Läuferinnen und Läufer im Massenstart und direkten Vergleich um den Einzug ins Finale am späten Abend. Bahnleger Joachim Stamer hatte dazu alle Register gezogen und die Strecken rund um das Gestüt und durch den Schlosspark mit gewachsenen und künstlichen Labyrinths garniert und sogar Passagen durch die Scheunen und Stallungen des Gestüts vom Gastgeber und Hausherrn Dirk Junicke geöffnet bekommen.

Den zahlreichen Zuschauern wurden per Videoübertragung von laufenden Kameras und Drohnen sowie GPS-Tracking über Livelox spektakuläre Wettkämpfe geboten. Reichte es in den Halbfinals manchmal schon aus, im Labyrinth zu Anfang der Bahnen das Läuferfeld zu sprengen, so kam es durch die Leistungsdichte in den Finals häufig erst am Ende der Bahnen in den Routen durch die Gebäude oder gar im Zielsprint zur Entscheidung.

Als einzige Niedersachsen hatte sich in der H18 Constantin Jacob Freudenfeld (TSV Worpswede) und Lokalmatador Troj Gunnarsson (MTK Bad Harzburg) für das Halbfinale qualifiziert, allerdings schaffte nur Troj den Sprung ins Finale.  Bei den Damen bis 18 Jahre folgte ihm Jule Weigert aus Wolfsburg in die Endrunde. In der Damenelite gewann Birte Friedrichs ihr Halbfinale, Katharina Linke (beide MTV Seesen) und Karla Breckle (Bovender SV) schieden jedoch aus. Gemeinsam im gleichen Halbfinale starteten Ole Hennseler (MTV Seesen) und Magnus Struckmann (Braunschweiger MTV), aber nur Ole sicherte sich mit einem Sieg die Qualifikation für die Top 6.

Im Finale schlugen sich dann die niedersächsischen Youngster überaus erfolgreich. Troj Gunnarsson konnte zwar Jacob Imbsweiler vom TV Oberexbach nicht bis zum Zielsprint folgen, gewann aber souverän mit 20s Vorsprung auf Julian Doetsch (OLV Steinberg) Silber. Eine starke Bronzedaille holte in der D18 dann Jule Weigert nach Wolfburg hinter Jannika Wetzel (Dresden) und Marika Prolingheuer (Karlsruhe).

Ein packendes Finale bot sich dann den Zuschauern in der Damenelite. Jule Roßner aus Leipzig kam durch eine geniale Routenwahl fast wie die sichere Siegerin allein zu den letzten drei Posten, verpasste aber den Eingang zu den Stallungen und fiel noch auf den letzten Rang zurück. Somit war der Weg frei für die erste deutsche Meisterin im KO-Sprint Maren Guthier (OLV Steinberg) vor Lone Constanze Pompe (SV Robotron Dresden, +7s) und Marlene Fritz (OL Team Filder, +8s). Birte Friedrichs kam mit 4s Rückstand auf Bronze auf Platz fünf.

Extrem eng fiel auch die Entscheidung in der Herrenelite. Favorit Anselm Reichenbach (SSV Planeta Radebeul) und Marek Pompe (SV Robotron Dresden) sprinteten zusammen in die Schlusspassage, und Anselm erkämpfte sich im Zielsprint mit 1s Vorsprung den Titel. Nur zwei Sekunden hinter Marek kam es dann auch gleich zum nächsten Zielsprint um Bronze, den Timon Lorenz (OLG Regensburg) ebenfalls um nur eine Sekunde gegen Ole Hennseler für sich entschied.

Jens Struckmann

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