Großer Teamgeist und eindrucksvolle Leistungen beim Showwettkampf NTB-Leistungssport

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Vier Teams, sieben Sportarten und insgesamt 50 Aktive – der Showwettkampf NTB-Leistungssport hat nach der Premiere beim Erlebnis Turnfest in Göttingen 2016 auch in seiner zweiten Auflage Spannung, Stimmung und hervorragende turnerische Leistungen präsentiert. In der Sporthalle des Hochschulsports Hannover traten Niedersachsens Leistungsturner in gemischten Mannschaften gegeneinander an und gaben sowohl den Athleten als auch den Zuschauern die Möglichkeit, unterschiedliche Sportarten kennen zu lernen.

Gerätturnen männlich und weiblich, Rhythmische Sportgymnastik, Aerobic-, Rhönrad- und Trampolinturnen sowie Orientierungslauf – Turner, die sonst eher wenige Berührungspunkte miteinander haben, wurden unter der kurzweiligen Moderation von Peter Zernechel beim Showwettkampf NTB-Leistungssport zu Mannschaften kombiniert. Und obwohl die einzelnen Aktiven – allesamt schon bei Deutschen und internationalen Meisterschaften erfolgreich – sich vorher untereinander zum Teil gar nicht kannten, entstand innerhalb kurzer Zeit ein ausgesprochener Teamgeist. Gegenseitig feuerten sich die Sportler an, jeder fieberte mit jedem mit. Diese Stimmung sprang schnell auf die gut gefüllte Zuschauertribüne über, das fachkundige Publikum honorierte jedes gelungene Schwierigkeitselement mit großem Beifall.

Die jeweilige Gerätejury, die sowohl aus qualifizierten Kampfrichtern als auch aus Prominenten bestand, hatte bei den ausgezeichneten Leistungen der Athleten sicherlich keine einfache Aufgabe zu erfüllen. Besonders Ilka Seidel, Leiterin des Olympiastützpunktes Hannover, die beim Trampolinturnen eingesetzt wurde, gab zu, zu Beginn etwas nervös gewesen zu sein. „Es war zum Teil schwierig, die einzelnen Sprünge so schnell zu erkennen und zu bewerten, aber ich hatte ja besonders fachkundige Unterstützung von den erfahrenen Kampfrichtern. Auf jeden Fall fand ich den gesamten Wettkampf sehr spannend.“

Auch der ehemalige niedersächsische Spitzen-Trampolinturner und Olympiateilnehmer Henrik Stehlik war von dem Showwettkampf sehr begeistert. „Ich freue mich, dass diese Art des Wettkampfes zwei Jahre nach dem Erlebnis Turnfest fortgesetzt wurde. Es hat mir wieder großen Spaß gemacht, in der Jury zu sitzen.“

Auf den ersten Blick ungewöhnlich erschien so manchem Zuschauer sicherlich die Teilnahme der Sportart Orientierungslauf. Die von Eike Bruns, stellvertretender Landesfachwart Orientierungslauf, kompetent und informativ kommentierte Sprintstrecke führte in komplexer Posten-Abfolge über das gesamte Sportgelände des Hochschulsports. Durch die große Fensterfront und mithilfe einer eingeblendeten OL-Karte konnte das Publikum den Ablauf sehr gut mitverfolgen. Orientierungslauf gehört bereits seit den 1970er Jahren zum Niedersächsischen Turner-Bund dazu und ist durch seinen Wettkampfmodus, in dem die Athleten in einem festgelegten zeitlichen Abstand zueinander starten, besonders mitreißend. Am Ende entschieden Sekunden über die Platzierung und die entsprechende Punktevergabe.

Mit Spannung erwartet wurde am Ende die Platzierung der einzelnen Teams. Nach der Vorrunde mussten die Teams „Girls‘ Power plus one“ mit Andreas Toba und „Vier gewinnt“ im kleinen Finale um Platz drei noch einmal an die Geräte. „Team Mixury“ und „Die Unglaublichen“ traten im großen Finale gegeneinander an. Am Ende gewann das „Team Mixury“ vor „Die Unglaublichen“ und „Vier gewinnt“.

Andreas Toba genoss seinen Einsatz in vollen Zügen. „Ich bin zwar ziemlich kaputt von der EM in Glasgow, aber es hat Spaß gemacht, zu Hause mal wieder einen Wettkampf zu absolvieren. Vor allem unter für uns Gerätturner ungewohnten Bedingungen und mit anderen Sportarten. Ich würde mir wünschen, viel mehr Wettkämpfe in Hannover zu turnen.“ In der Pause schrieb er unendlich viele Autogramme, posierte für Selfies und Fotos und schenkte jedem Fan ein Lächeln.

 

Foto: minkusimages

 

 

 

Autor: Heike Werner

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