Sportakrobatik

Sportakrobatik ist eine relativ neue Sportart innerhalb des Turnens und eine echte Mannschafts- und Wettkampfsportart.  Sie kombiniert aus Turnen, Gymnastik, Tanz, Artistik und Akrobatik Durch mitreißende Choreographien ihrer Übungen, außergewöhnliche Harmonie der Zusammenarbeit und brillanter Kleidung, die ebenfalls Teil des Sports sind, erzählen die Athletinnen und Athleten eine Geschichte und überzeugen das Publikum mit spannender Dynamik und anmutigen Balancefähigkeiten. 

In dieser Sportart kommen viele Fähigkeiten zusammen: Beweglichkeit, Kraft, Geschicklichkeit, Ausdruck und Tanz, aber auch psychologische und soziale Fähigkeiten. Es ist also Vertrauen in den anderen erforderlich. Die Sportler lernen zusammenzuarbeiten, zu kommunizieren und im wörtlichen und übertragenen Sinne aufeinander aufzubauen.


Disziplinen

  • Damenpaar (2 Sportlerinnen), 
  • Herrenpaar (2 Sportler), 
  • Mixpaar (1 Sportlerin + 1 Sportler), 
  • Frauengruppe (3 Sporlerinnen)  
  • Herrengruppe (4 Sportler)

(Auf Landes- und Nordwestdeutscher Ebene wird auch in der Einzeldisziplin Podest geturnt.)

Das Schöne ist, dass jeder an der Sportakrobatik teilnehmen kann, auf Einstiegs- und Spitzenniveau. Sportler*innen unterschiedlicher Größe, Gewicht und Körperbau werden für die Sportakrobatik benötigt. Die kleineren und flexiblere Sportler*innen werden als Tops eingesetzt, während größere und stärkere ideal für Unterpartner*innen (Base) sind.


Elemente

Es gibt Balanceelemente, Tempoelemente und individuelle Elemente, die in einem Punktekodex „Code of Points“ vorgegeben sind. 

Ein Balanceelement muss 3 Sekunden lang gehalten werden, z. B. ein Handstand. Tempo oder dynamische Elemente haben immer einen Flug, bei dem der Oberpartner (Top) in die Luft geworfen wird. Die individuellen Elemente sind z.B. Spagat oder Kopfstand, aber auch Tumbling-Sprünge wie Flick-Flack und Saltos.


 Wettkampfübungen

Es werden feste Wettkampfübungen zu Musik mit Balance-, Dynamik- und individuellen Gymnastikelementen auf dem gleichen 14x14m Federboden trainiert,  auf dem die Kunstturner/innen ihre Bodenübungen durchführen. 

(1) Balance

Die Übungen bestehen aus statischen Balanceelementen, komplexen Pyramiden, Übergängen zwischen Balance-Holds und einzelnen Elementen von Flexibilität, Balance und Beweglichkeit. In einer Balance-Übung wird ein/e Paar/Gruppe benötigt, um eine Vielzahl von Balance-Elementen und einzelnen Elementen durchzuführen. Paar/Gruppenaufsätze sind typischerweise in Handstand, Handstand, Planche oder Straddle Hold Positionen, die von einem Partner unterstützt werden. Einige Balanceelemente erfordern, dass die Tops auf dem Kopf, dem Rumpf, dem Fuß, den Händen oder verschiedenen Stützpunkten eines Partners balanciert.

(2) Dynamik

Dynamische Übungen beinhalten Fertigkeiten mit Partnerwürfen und Pitches bis hin zu Fängen von Partnern oder Landungen auf dem Boden. Zu den dynamischen Übungen gehören auch die individuellen Fähigkeiten des Tumblings. Paare/Gruppen führen eine Vielzahl von dynamischen Elementen und individuellen Fähigkeiten durch. Ein Beispiel für eine fortgeschrittene dynamische Fertigkeit ist ein Salto mit ganzer Drehung (Schraube), der von den Händen eines Partners zurück in die Hände eines Partners ausgeführt wird. Tops können in die Luft geworfen werden und doppelte und dreifache Salti, einige mit Drehungen, durchführen und auf dem Boden landen.

(3) Kombiniert

Kombinierte Übungen sind genau das, eine Kombination aus Gleichgewicht und dynamischen Fähigkeiten in einer Routine. In der kombinierten Übung werden Balance- und Dynamikelemente geturnt.


Bewertung der Übungen

Die drei Übungen können jeweils mit einer Wertung von i.d.R. 30,00 Punkten* bewertet werden. 

Im Folgenden sind die Kategorien aufgeführt, in denen die Athlet*innen Punkte erhalten werden bzw. Abzüge bekommen:

(1) Artistik:

  • Wert in Bezug auf die Choreographie, die Vielseitigkeit und die Fähigkeit, zur Musik zu turnen 
  • Maximal 10 Punkte (ohne Abzüge)

(2) Technik:

  • Bewertung der Ausführung der Partner- und Einzelübungen der Übungen.
  • Es gibt Abzüge für z.B. flache Technik der Elemente, angewinkelte Beine oder nicht gespitzte Zehen, falsche Landungen oder Stürze.
  • Maximal 10 Punkten (ohne Abzüge) - in der Gesamtnote wird dieser Wert aber verdoppelt, um seine Bedeutung zu unterstreichen.

(3) Schwierigkeit: 

  • Übungen werden vor Wettkampfbeginn digital eingereicht. 
  • Gezeichneten Elemente der eingereichten Übung, die die Formationen zeigen werden, haben nach dem Punktekodex „Code of Points“ Werte (Value), die zusammengerechnet den Schwierigkeitsgrad der Übung ergeben.

Die Gesamtwertung setzt sich dann aus folgender Summe zusammen:

  • (1) Artistik + (2) Technik x2 + (3) Schwierigkeit

 

* Punktzahlen über dreißig sind keine Seltenheit, da der Wert für die Schwierigkeit nicht begrenzt ist.

 


 

Wenn Du Fragen oder Anregungen hast, dann wende Dich bitte an:

Christiane Karczmarzyk

E-Mail: christane.karczmarzyk@ewetel.net

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