Schleuderball

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Schleuderball 2019 2. Spieltag

Erneute Favoritenerfolge in der Landesliga

Friesland/Wesermarsch/WBö, der 2.Spieltasg in der Landesliga, wo sich erneut die Favoriten behaupteten. Das reichte vom 16:0 Kantersieg des TuS Grabstede bis zum 3:0 Auswärtserfolg vom TSV Abbehausen beim KBV Grünenkamp. Der Auftakt stand in der Bezirks- und Kreisklasse an.

 

TSV Abbehausen – TV Schweiburg 9:0 (Halbzeit 7:0)

Zum Nachholspiel reisten die Gäste nur mit 6 Spielern an, konnten zur Halbzeit aber auf 7 Spieler auffüllen. Abbehausen in kompletter Mannschaftsstärke mit 8 Spielern. Die Gastgeber begannen die 1. Halbzeit mit leichtem Rückenwind. Durch gute hohe Schockbälle konnte schnell Raum gewonnen werden, um vor das gegnerische Tor zu gelangen. Schon im 1. Abschnitt warf der TSV 7 Tore. In der 2. Halbzeit wurden die Tore 8 und 9 schnell erzielt. Trotz des hohen Rückstandes zeigten die Gäste tollen Kampfgeist. Nach dem Wechsel des Hauptfängers Nils Ottersberg, der sogar in der 3er Reihe einige Bälle parierte, konnte Schweiburg durch einige Schockfehler zum Ende nah an das Abbehauser Tor herankommen. Zum Ehrentreffer reichte es dennoch nicht. TSV: Hauptfang : Nils Ottersberg, Christian Edzards 6er : Stefan Freese, Björn Helmerichs, Janik Bruns 3er: Tobias Edzards, Patrik Bruns, Dirk Schomaker

 

Altenhuntorfer SV – Mentzhauser TV II 5:0 (4:0)

Der ASV nur mit 7 Aktiven. Die Mentzhausener Reserve konnte auf 9 Werfern zurückgreifen.

Der erste Durchgang war noch ziemlich ausgeglichen, da die Hausherren noch nicht an ihren Leistungen anknüpfen konnten. Dann fielen aber noch 4 Tore in der 1. Halbzeit, dabei überragte werferrisch Stefan Koopmann. In der 2. Halbzeit kam der ASV beim Schocken mit dem Mentzhausener Ball nicht so zurecht. Die Hauptfänger waren auf beiden Seiten mit ihren Leistungen auf Augenhöhe.

 

TuS Grabstede – Altenhuntorfer SV II 16:0 (10:0)

Die Gäste reisten mit nur 7 Werfern an. Der TuS Grabstede konnte auf eine vollständige Mannschaft zurückgreifen. Die Seitenwahl ging an Altenhuntorf, die sich zunächst für die Sonne im Rücken, aber dafür mit dem Gegenwind entschieden. Gleich zu Beginn wurde deutlich, in welche Richtung es gehen soll, als der erste Wurf der Gäste unglücklicherweise nach hinten geworfen wurde. Es gestaltete sich ein einseitiges Spiel, bei dem die Heimmannschaft aus Grabstede gute Würfe und Schockbälle zeigten und die junge Truppe aus Altenhuntorf wenig entgegen zu setzen hatte. Es ging mit einem deutlichen 10:0 in die Halbzeitpause. In der zweiten Hälfte mussten die Grabsteder auf einen Werfer verzichten, sodass gegen den Wind kein großer Druck mehr ausgeübt wurde. Dennoch fielen noch einige Tore für den Kantererfolg gegen den Aufsteiger.

 

TV Waddens - BV Reitland 0:6 ( 0:4 )

Nach Sanierungsarbeiten zuvor die Einweihung vom Sportplatz mit einer Partie Bürgermeisterin Ina Korter/Gemeindevertreter gegen ein All-Star Team. Zirka 100 Zuschauer sahen die Partie. Die Waddenser konnten durch Absagen nur 7 Mann auf das Spielfeld bringen. Die Gäste vollzählig drängten erwartungsgemäß die Waddenser schnell ins Tor. Durch gute Wurfweiten hatten sie das Spiel völlig unter Kontrolle und konnten in der ersten Halbzeit 4 Tore erzielen. Nach dem Pausentee tat sich in der Formation der Gäste einiges. Hauptfänger Hauke Freese rückte in die 3er Reihe auf und Mirko Harr übernahm das Zepter. Dennoch konnten Sie das Leder weitere zwei mal im Waddenser Tor unterbringen. Nach dem 0:6 wachten die Waddenser ein wenig auf. Die Fans peitschten ihr Team mit Trommel und Gesang nach vorn aber für einen Ehrentreffer sollte es nicht reichen.

 

TV Schweiburg – Mentzhauser TV 0:7 (0:4)

Die Gastgeber zu siebt, traf auf ein vollzähliges MTV-Team. Mit einem Spieler weniger auf dem Feld entstanden Lücken, die die Gäste zu nutzen wussten. Folglich wurden die Schweiburg zügig ins eigene Tor zurückgedrängt. Trotz guter Wurf- und Schockbälle konnten sie die Tore nicht verhindern. Zum Halbzeitpfiff lagen sie bereits 0:4 hinten. Nach der Halbzeit gab es in den Schweiburgerer Reihen eine kleine Diskussion über das anzubringende Spieltempo. Es ergaben sich Fehler, die jedoch zunächst folgenlos blieben. Durch ein schnelles Spieltempo zum Tor der Gäste vorzustoßen wurde durch einen eigenen Fehler verhindert. Die Mentzhauser knüpfte an die 1. Halbzeit an.

 

KBV Grünenkamp – TSV Abbehausen 0:3 (0:3)

In neuen Trikots die Hausherren. Die Gäste begannen mit dem mit eigenem Ball und waren im Wurf und im Schockball überlegen. Besonders Abbehausens Hauptfänger Nils Ottersberg trumpfte mit weiten und gut platzierten Schockbällen auf. Sascha Hemme und Patrick Hattermann, Grünenkamps Nummer 1 und 2 hatten es schwer dagegen zuhalten. Die Gastgeber leisteten sich zusätzlich auch einige Fehler im Schockspiel, welche sich unmittelbar in Gegentore ummünzten. Abbehausen konsequent, führte zur Halbzeitpause mit 3:0. In der 2. Halbzeit drehte Grünenkamp auf. Mit eigenem Ball steigerte sich die Mannschaft um Mannschaftsführer Daniel "Dave" Hattermann im Wurf und auch im Stellungsspiel. Die Friesen drückten hartnäckig Richtung gegnerisches Tor. Doch auch Fehler im Schockspiel , sodass die Hausherren kein Tor erzielen konnten. Jens Gebhardt, der Mittelmann aus der "3-Meter-Reihe" fing zwar kurz vor der Torlinie ein Ball ab, aber es gelang ihm nicht, den Ball in den Torraum unterzubringen.

 

Bezirksklasse

 

TSV Abbehausen III – TV Waddens II 3:1 (2:0)

In einem sehr fairen Spiel, 6 gegen 7, behielten die Gastgeber die Oberhand. Mit dem 2:0 wurden die Seiten gewechselt. Der Waddenser Hauptfänger Andre Böse erzielte gute Schockweiten. Die Abbehauser standen dem aber nichts nach. Auf beiden Seiten wurden gute Wurfleistungen gezeigt.

 

Mentzhauser TV III – KBV Kreuzmoor 11:0 (8:0)

Wegen Unbespielbarkeit vom Sportplatz wich man nach Oldenbrok aus. Mentzhausen gewann die Seitenwahl und begann mit dem Wind im Rücken. Schnell drückten die Hausherren die Kreuzmoorer in deren Tor und legten eine 8:0 Halbzeitführung vor.

 

Altenhuntorfer SV III – SG BV Reitland II/TV Schweiburg II 3:0 (3:0)

In neuen Trikots liefen die Hausherren auf. Die Seitenwahl gewannen die Gäste und spielten gegen die Sonne, aber mit dem Wind im Rücken. Der ASV III begann mit dem eigenem Ball und sehr guten Würfen. Mit guten Schockwürfen von Kai Haye und Malte Heinemann wurden die Gäste in deren Hälfte gedrückt, die zudem durch den Sonnenstand gleich mehrere Bälle fallen ließen. Die SG mit Fehler im Stellungsspiel, die nutzte Kai Haye, mit halbhohen Schockwürfen gut aus. Nach 7 Minuten das 1:0. Zur Pause noch dass 3:0: Ein sehr hoch geworfener Ball von Andreas Lüerßen, konnten die Gäste im Tor, Sicht gegen die Sonne, nicht fangen. Im 2. Abschnitt das Problem mit der Sonne für den ASV, das die Gäste nicht nutzten. Der Altenhuntorfer Hauptfang, konnte immer wieder durch gezielte Schockwürfe die vorherigen Fehler korrigieren.

 

Kreisklasse

 

Oldenbroker TV – Merntzhauser TV IV 4:3 (4:0)

Rückkehrer OTV dominierte mit voller Mannschaftsstärke die erste Hälfte gegen sechs Mentzhauser und führte zur Halbzeit mit 4 :0. Die Zwei Neulinge des Schleuderballsports Nico Seelemeyer und Jörg Gloystein vom OTV machten dabei ein starkes erstes Spiel. In der zweiten Hälfte kamen die Mentzhauser dann besser ins Spiel und kamen durch Fehler der Oldenbroker noch auf 4:3 ran.

 

AT Rodenkirchen II – Altenhuntorfer SV IV 2:2 (2:0)

Beide Teams, ATR 9 Spieler und der ASV 10 Aktive, gut bestückt. Die Gastgeber begannen mit Windunterstützung. Das Spielgeschehen fand hauptsächlich in der Hälfte der Gäste statt. Somit 2:0 zur Halbzeit. Nach der Pause umgekehrt. Schnell der Anschlusstreffer und der Ausgleich. Aus Sicht des ATR drohte die Partie zu kippen. Die Gastgeber befreiten sich und es blieb beim Remis.

 

 

KBV Grünenkamp III – TV Neustadt II 6:0 (3:0)

Die Gastgeber komplett. Die Gäste liefen mit 7 Spielern auf. Von Beginn an ging es in Richtung Tor der Gäste. Durch gute Wurf- und Schockbälle konnte Grünenkamp 3 Tore im 1. Abschnitt erzielen. Kurz vor Ende der 1. Halbzeit die Gäste nach vorn. Ein Tor blieb jedoch verwehrt.


 

S c h l e u d e r b a l l

Eine Beschreibung vom Landesfachwart für den Schleuderballsport

Bernd Tapkenhinrichs

 

Entstehung und Entwicklung

In Preußen war für die Entwicklung der allgemeinen Spielbewegung der sog. Goßlersche Spielerlass vom 27.12.1882 von besonderer Bedeutung. Er bot die Möglichkeit einer breiteren Entwicklung für Sportspiele. Bereits am 21.5.1881 erfolgte die Gründung des Zentralausschusses der Volks- und Jugendspiele. In diese Zeit fällt auch die Entstehung des Schleuderballspiels.

Turnfeste:

Auf den ersten Deutschen Turnfesten in Dresden (1885) und München (1889) wurden erstmals Turnspiele vom Akademischen Turnerbund vorgeführt. Dabei fand das Schleuderballwerfen des Berliner Akademischen Turnvereins besondere Beachtung. Laut Literatur wird in der Nähe Berlins, im Schlosspark „Schönholz“, der Ursprung der allgemeinen Spielbewegung gesehen. Anfang der neunziger Jahre (1890) waren es wieder die Berliner, die ein Schleuderballspiel erprobten. Als Wurfgerät benutzte man einen Ball mit einem festen, runden Lederbügel, der sich über den halben Durchmesser des Balles spannte. Das Deutsche Turnfest 1898 in Hamburg war für die Entwicklung des Schleuderballspiels von besonderer Bedeutung. Das Schleuderballwerfen wurde dort in großem Umfang mit 446 Werfern durchgeführt.

Werfer aus Butjadingen:

Es traten auch Werfer aus Butjadingen (Nord-Oldenburg) mit friesischer Wurfart erfolgreich an. Sie belegten erste Plätze. Auf dem Deutschen Turnfest 1913 in Leipzig wurde mit dem damals üblichen 2 kg Schleuderball eine Weite von 57,40 m erzielt. Das Schleuderballspiel als Treibballspiel versuchte man auf verschiedene Weise zu verbreiten. In den damaligen Regelwerken beispielsweise nach dem Fang des geschneiderten Balles mit einem Dreisprung, in Berlin durch ein Vorprellen des Balles, in Österreich mit einem 3,5 kg Ball, dann mit einem 2 kg Ball. Die Spielfeldbreite betrug damals schon 30 m. Diese Versuche führten nicht zum gewünschten Erfolg.

Wilhelm Braungardt:

Erst Wilhelm Braungardt – dem langjährigen Spielwart der Deutschen Turnerschaft - führte die Oldenburger Spielweise in ein festes Regelwerk ein. 1906 wurden die Spielregeln vom Zentralausschuss der Volks- und Jugendspiele übernommen und haben heute noch zum großen Teil Gültigkeit. Die Spielregeln führten den friesischen „Wurfstil“ als die am besten geeignete Wurfart für das Schleuderballspiel ein und legten das Spielfeld auf 100 m Länge und 15 m Breite fest,das Ballgewicht wurde auf 1,5 kg begrenzt. Nach dem ersten Weltkrieg wurden sogar Deutsche Meisterschaften ausgespielt. Da das Spiel in den Folgejahren nicht in mindestens 4 Kreisen der Deutschen Turnerschaft gespielt wurde, durften anschließend nur noch Kreismeisterschaften ausgetragen werden. Das Schleuderballspiel gehörte bis zum zweiten Weltkrieg zu den stark verbreiteten Spielen in Niedersachsen. Nach dem Krieg wurde das Spiel sofort wieder aufgenommen und entwickelte sich im Raum Oldenburg und Ostfriesland besonders gut. Durch die Einrichtung von Jugend- und Schülerklassen wurden neue Mannschaften gebildet. Die Spielregeln wurden der Entwicklung des Spieles angepasst. Die Einführung geringerer Ballgewichte für Jugend- und Schülerklassen sorgten mit für die Ausbreitung des Spieles. Ende der 50er-, Anfang der 60er Jahre gab es einen entscheidenden Rückschritt. Das Spiel wurde bis dahin an den Volksschulen auf dem Lande- in den Turnstunden unterrichtet und auf diese Art und Weise verbreitet; die Turnvereine erhielten dadurch Nachwuchsspieler für ihre Mannschaften. Die Zentralisierung der Schulen (die damaligen Volksschulen wurden nach und nach aufgelöst) sowie der Bau von Turnhallen erschwerten eine weitere Ausbreitung des Schleuderballspieles. Heute wird das Schleuderballspiel im Turnbezirk Weser-Ems in den Kreisen Ammerland, Friesland, Oldenburg-Land und in der Wesermarsch gespielt.

Kontakte gab es vereinzelt in die benachbarten Niederlande und seit jüngster Zeit nach Kansas in den USA. Versuche, das Spiel im benachbarten Ostfriesland wieder einzuführen, sind in der Vergangenheit bedauerlicherweise fehlgeschlagen. Dabei bietet gerade das Schleuderballspiel, das in den Monaten April bis August auf Rasenplätzen gespielt wird, ausgezeichnete Möglichkeiten, sich auf das Boßeln und das Klootschießen, das vorwiegend in den Monaten Oktober bis April betrieben wird, vorzubereiten. Heute spielen 42 Mannschaften (Stand: 10.08.2018) im Punktspielbetrieb Schleuderball. Gespielt wird in Schüler- und Jugendklassen (E bis A-Jugend); Mädchen spielen im Allgemeinen bis 14 Jahre mit. In den Männerklassen wird in Kreisklasse, Bezirksklasse, Bezirksliga- und Landesligamannschaften gespielt. Die Landesmeisterschaften im Schleuderballspiel sind ein Höhepunkt der jeweiligen Punktspielsaison; die vier besten Jugend E bis A-Mannschaften haben sich mit Beendigung der Punktspiele für die Landesmeisterschaften qualifiziert und spielen dort die Landesmeister aus. Die Schleuderballvereine TuS Grabstede, BV Grünenkamp und der TV Schweiburg unterstützen die Punktspiele jährlich jeweils mit Turnieren (Pokal- und Plakettenspieltage).

 

Das Schleuderballspiel

 

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ist ein Mannschaftssport, in das sich jeder Einzelne restlos einfügen muss,

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ist ein Raumverteidigungsspiel mit dem Ziel den Ball im Torraum des Gegners zu Boden zu bringen,

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ist ein Spiel ohne Behinderung des Gegners,

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ist ein Spiel, bei dem jeder Spieler in fester Nummernreihenfolge in jedem Spiel ca. 2-3 Schleuderwürfe ausführen muss,

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erfordert stets einen schnellen Wechsel in der Mannschaftsaufstellung während des Spielgeschehens,

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findet grundsätzlich auf Rasenplätzen statt (Ausnahmen: Beach- und Hallenspiele (just for fun))

Das Spielfeld:

Die erforderliche Gesamtlänge mit Torraumbereich beträgt für Männer, Jugend A und B - 160 m, Breite 15 m. Gesamtlänge für Jugend C – E - 140 m, Breite 12 m, Jugend F - 100m, Breite 12 m.

Ballgewicht

Männer

 

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1,5 kg

Jugend A und B

 

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1,0 kg

Jugend C und D

 

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0,8 kg

Jugend E und F

 

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0,6 kg

Spielgeräte:

 

8 Spielfeldstangen, Höhe ca. 1,60m

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