DGA - Deutsches Gymnastikabzeichen

Geräte und Körper in Bewegung bringen: sportlich-athletisch oder gymnastisch-tänzerisch – das ist das Motto des Deutschen Gymnastikabzeichens.

Mit diesem Abzeichen wird eine besondere Möglichkeit geboten, außerhalb von Wettkampf oder Wettbewerb das Können unter Beweis zu stellen. Jung und Alt beiderlei Geschlechts sind eingeladen mitzumachen – auch ohne Zugehörigkeit zu einem Verein. Für die Abnahme des DGA ist eine Prüferin/ein Prüfer mit DGA-Lizenz erforderlich.

Einige Krankenkassen haben das DGA in ihr Bonusprogramm aufgenommen und seit 2013 kann das DGA den Disziplinbereich ‚Koordination‘ im Deutschen Sportabzeichen Gold ersetzen.

Die Pflichtübungen mit dem springenden Medizinball, den Hanteln, dem Gymnastikball, dem Band, den Keulen, dem Reifen, dem Stab und dem Seil sind so konzipiert, dass sie jeweils unterschiedliche und dabei ganz spezielle technische und qualitative Anforderungen beinhalten – und das auch für männliche Aktive.

Für das erste Abzeichen in ‚Bronze‘ werden von den acht Übungen vier individuell ausgewählt. Bei entsprechenden jährlichen Wiederholungen kann das Abzeichen dann in Silber, Gold sowie in Gold mit Zahl erworben werden.

Die Übungen müssen folgerichtig geturnt werden und qualitativen Mindestanforderungen entsprechen.

Die vielfältigen gymnastischen Anforderungen bieten den Aktiven jeweils spezielle Herausforderungen und Chancen zum Entwickeln bzw. Erhalten von Gelenkbeweglichkeit und Elastizität, von Koordinationsfähigkeit, Kondition/Kraft, von Körperhaltung und Körperbewusstsein und nicht zuletzt auch zur Schulung des Bewegungsgedächtnisses. Dabei kann das Miteinander- und Voneinander-Lernen zum Gemeinschaftserleben führen.

Das DGA ist aber mehr als ein Abzeichen! Die Übungen des DGA enthalten für die Praxis vielseitige und vielfältige Bewegungspotenziale mit interessanten Akzentsetzungen. In DGA-Broschüre 2 "Hilfen zum Vermitteln und Lernen der Übungen" werden dazu Anregungen und Beispiele gegeben.

Da die Übungen nach gesundheitsgerechten Kriterien aufgebaut sind, bieten sich ihre Elemente und Verbindungen auch für eine abwechslungsreiche Funktionsgymnastik an.

DTB-Dance

Der DTB-Dance hat das Ziel, mit einer Gruppe Themen und Musik durch gestaltete Choreographien und tänzerische Bewegung zu interpretieren. Die Auswahl des Tanzstils ist bei Dance wie bei Tanz mit allen Stilrichtungen kombinierbar. Die Dance-Gruppen zeigen neben der Präsentation attraktiver Tanztechniken große Kreativität bei thematisch gewählten, eigenwilligen Performances mit mutigen Themen wie Beziehungsdramen jeglicher Couleur, sozialkritischen Aussagen, Umsetzung alter Gedichte und neuer Literatur. Die unerfüllte Liebe findet ebenso Raum wie die Umsetzung volkstümlicher Choreographien sowie gegensätzlicher Strukturen und als Krönung auch eine getanzte Hommage an das Leben.

Gymnastik

Die breitensportlich orientierte Gymnastik wird im Niedersächsichen Turner-Bund sowohl als

P(= Pflicht)-Übungen als auch als K(= Kür)-Übungen angeboten.

Bei den P-Übungen sind Inhalte, Raumwege und die Musik vorgeschrieben. Sie werden im Rahmen des Wahlwettkampfes bei Turnfesten angeboten, aber auch in der attraktiven Wettkampfform „Synchron“, bei der zwei Gymnastinnen gleichzeitig die Übung auf der Wettkampffläche präsentieren.

Auch gibt es ein attraktives Angebot für Männer: Pflichtübungen mit dem springenden Medizinball bzw. dem Basketball, Fahnen oder Keulen, Seil und Hanteln können gewählt werden.

Die K-Übungen stellen das Bindeglied zur Wettkampfklasse der Rhythmischen Sportgymnastik dar. Auf selbst gewählte Musik stellen sich die Gymnastinnen ihre individuellen Übungen zusammen. Wichtiger Bestandteil sind hier vorgegebene Pflichtelemente, die gezeigt werden müssen. Im jährlichen Wechsel werden die Handgeräte Ball, Band, Keulen, Reifen und Seil geturnt. Über die Gau- und Landesqualifikation führen die Wettkämpfe ab 12 Jahren über die Regio-Cups bis hin zum Deutschland-Cup.

Seit 2012 gibt es in der K-Stufe auch ein attraktives Gruppenangebot: 3-6 Gymnastinnen zeigen gemeinsam eine Kürübung, Grundlage sind die Vorgaben der K8.

Gymnastik und Tanz

Beim Wettkampf Gymnastik und Tanz muss jede Gruppe zweimal auf die Fläche: Es wird je eine Gymnastikübung und ein Tanz gezeigt. Bei der Gymnastikübung muss jede Teilnehmerin mit einem Handgerät arbeiten. Das kann eines der traditionellen Handgeräte wie Ball, Band, Keulen, Reifen, Seil oder auch ein alternatives Handgerät sein. Bei Übungen mit alternativen Handgeräten besteht die Schwierigkeit darin, diese nicht nur optisch wirksam einzusetzen (Showeffekte), sondern auch bestimmte Gerätetechniken zu übertragen. Es gelten die Kriterien der traditionellen Handgeräte. Die Platzierung des Mehrkampfes ergibt sich am Ende aus der errechneten Gesamtpunktzahl von der Gymnastikübung und vom Tanz. Hier muss man gymnastisch als auch tänzerisch hervorragend sein, um den Titel zu gewinnen.

Die Deutschen Meisterschaften Gymnastik und Tanz finden jährlich statt, zu dem sich alle Gruppen in ihrem Landesturnverband qualifizieren müssen.

Alle vier Jahre findet im Rahmen des Internationalen Deutschen Turnfestes der Pokalwettkampf Gymnastik und Tanz statt. Hierzu sind alle Gruppen eingeladen, die sich in ihrem Landesturnverband mit einer Punktzahl von mind. 28 Punkten qualifizieren konnten. Für Anfänger bietet der DTB Gruppenwettbewerbe mit geringeren Anforderungen als beim Wettkampf an.

Kampfrichter

Die Durchführung von Wettkämpfen ohne Kampfrichter/innen ist naturgemäß nicht möglich. Daher müssen viele gut ausgebildete Kampfrichter/innen zur Verfügung stehen, die mit den Wertungskriterien vertraut sind.

Die Ausbildung wird durch den Fachausschuss angeboten (Erwerb der C-Lizenz). Der Landesturnverband bildet zum Landeskampfrichter/in aus (B-Lizenz). Die Berechtigung zum Werten der hochrangigsten Wettkämpfe auf Bundesebene erlangt man nach dem Erwerb der Bundeslizenz (A-Lizenz).

Um auf dem neuesten Stand zu bleiben, sind regelmäßige Fortbildungen Pflicht. Informationen zu Kampfrichteraus- und fortbildungen der verschiedenen Lizenzen werden rechtzeitig veröffentlicht.

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