Expertenvorträge

Ethik ist wichtiger als Religion (Dr. Franz Alt)

Alle im Westen schon so geläufigen Übungspraktiken, wie Yoga, Taiji, Qigong, Meditativer Tanz, sitzende Meditation stammen aus den großen Weltreligionen. Sie transportieren teilweise auch heute noch, auch bei uns im Westen, ihre religiösen Vorstellungen in die Übungspraxis. Einerseits sagen uns die Neurologen, wer religiös eingebunden ist, ein eine Gemeinschaft und die Wertvorstellungen der jeweiligen Religion authentisch praktiziert, lebt gesünder und ist emotional stabiler. Andererseits sagt der Dalai Lama: Ethik ist wichtiger als Religion. Was meint er damit? Franz Alt, ist der einzige deutsche Interviewpartner des Dalai Lama. Er hat mehr als 20 Interviews mit ihm geführt. Franz Alt setzt sich in seinem Vortrag mit These des Dalia Lama auseinander: zwischen buddhistischen und christlichen Werten, zwischen Jesus und Budda, zwischen dem Dalai Lama und Papst Franziskus : "Ethik ist wichtiger als Religion"

 

Wertewandel und spirituelle Upgrades: Persönliche Weiterentwicklung im Rahmen einer integralen Lebenspraxis (Marion Küstenmacher)

"Spirituelle Intelligenz rettet die Welt" lautet ein Satz aus der Integralen Philosophie des amerikanischen Bewusstseinsforschers Ken Wilber. Angesichts der globalen Umbrüche, zahlreichen Religionskonflikten und gesellschaftlichen Verwerfungen markiert dieser Satz eine Herausforderung an uns alle: Wie können wir die eigene Spiritualität so gestalten, dass wir uns selbst sinnvoll weiterentwickeln und zu einem heilsamen Dienst an der Welt finden?
Wilbers Konzept für ein aufgeklärtes spirituelles Bewusstsein umfasst körperliche Gesundheit, emotionale Balance, soziale Kompetenz, geistige Klarheit und mystisches Erwachen. Die fünf wichtigsten Bausteine zur Entfaltung einer ganzheitlich-integralen Lebenspraxis sind Thema dieses Vortrages.

 

Soziale und spirituelle Gesundheitskräfte (Dr. med. Ellis Huber)

"Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will". Dieser Leitsatz von Albert Schweitzer gibt vielen Ärzten und Heilkundigen eine klare Orientierung. Unser menschliches Sein ist mit den Mitmenschen in allen Teilen der Erde und dem Wohlergehen der Natur verbunden. Kranke Menschen erfahren am eigenen Leib, dass sie auf Mitgefühl, Güte, Freundlichkeit und die Liebe der anderen Menschen angewiesen sind. Solidarität und Menschlichkeit sind ebenso gesundheitsförderliche Kräfte wie ein spirituelles Leben. Wer mit sich selbst, seinen Mitmenschen, der Natur, der Gesellschaft und mit seiner Spiritualität im Reinen ist, erhält Gesundheit gefördert. Das Gesundheitssystem einer Gesellschaft muss so den Menschen dienen und das soziale Bindegewebe pflegen, damit Gesundheit für alle unter gesundheitsförderlichen Verhältnissen gelingen kann. Gesundheitspolitik braucht eine spirituelle Dimension, wenn das Gesundheitswesen heil und heilsam sein soll. Mehr Humanismus und weniger Kapitalismus kann die gegenwärtige Krise der Gesundheitsversorgung überwinden.

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